Fahrtenbuch - der Podcast für deinen Weg mit Tobias Schmidt

Fahrtenbuch - der Podcast für deinen Weg mit Tobias Schmidt

Der Podcast für deinen Weg mit Tobias Schmidt

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:00: ist das keine Liebe des Abhängigkeits.

00:00:02: Da ist ein Junkie unterwegs, der einen sucht, der ihm am Leben hält!

00:00:05: Das ist die Art wie sie glaubt, dass sie den anderen lieben.

00:00:09: Kaum einer ist ihr in dieser Welt groß geworden ohne ... Der Verunsicherung ausgesetzt worden zu sein, dass er möglicherweise so wie er ist, den andern nicht gefällt.

00:00:19: Dann heißt doch die Botschaft an die Eltern nur macht eure Kinder stark.

00:00:23: Das müssten alles kleine Pipi Langsturms werden.

00:00:26: Die auch sich durch nichts auf diese Welt unterkriegen lassen.

00:00:30: Was wollen wir denn mit lauter Gefühl gegen Gleichgesilfen, die alle dasselbe labern?

00:00:34: Wir machen die Vielfalt kaputt, wir machen die Schönheit kaputt und dann wird irgendwann mein Krieg kommen müssen der so gewaltig ist das entweder nichts mehr über bleibt oder die die da noch übrig bleiben endlich verstanden haben.

00:00:45: Das ist so nicht gelb.

00:00:46: Und dann

00:00:47: merke

00:00:47: ich, dass es im Leben nicht darum geht möglichst lange zu leben sondern möglichst lange lebendig zu bleiben.

00:00:53: Das is dieses was ich so furchtbar finde.

00:00:56: Ich würde angegriffen werden.

00:00:58: Ich würde ein Shitstorm auf meinem Social Media Account haben, dass ich etwas gesagt habe was sich nicht gehört.

00:01:06: Sagst du es trotzdem?

00:01:10: Herzlich willkommen im Fahrtenbuch Podcast dem Podcast für deinen Weg jede Woche mit neuen spannenden Wegbegleitern und er gehört garantiert dazu!

00:01:19: Ich weiß das ist ein Wunschgast von ganz vielen Zuhörer hier.

00:01:23: Ich freue mich auch wahnsinnig aufs Gespräch und ich weiß das ihr auch tut.

00:01:26: Er gehört zu den

00:01:27: renommiertesten

00:01:28: Entwicklungsbiologen und Hirnforschern Deutschlands.

00:01:31: Er ist vielfacher Spiegel-Bestsellerautor, hält Vorträge, berät Politiker, unternehmend

00:01:37: es

00:01:37: vielen bekannt.

00:01:38: aus klassischen Medien

00:01:39: aber auch

00:01:41: aus den neuen Medien ergeht regelmäßig im Internet viral.

00:01:44: und das obwohl es wahrscheinlich gar nicht geplant war, er is

00:01:49: die Stimme,

00:01:50: die sofort Beruhigung auslöst wenn er zu sprechen anfängt.

00:01:53: ich finde Was sagst, löste sofort in vielen Menschen das Gefühl aus.

00:01:58: Hey's ist alles gut!

00:02:00: Hab keine Angst, wird schon werden

00:02:02: irgendwie.".

00:02:03: Und er is einfach ein besonderer Mensch der sich seit über seventy-fünf Jahren mit dem Mensch sein beschäftigt und diese Erkenntnisse gerne weitergeben.

00:02:14: Ich freu mich wahnsinnig dass es klappt.

00:02:16: herzlich bekommen Herr Doktor.

00:02:18: Professor Gerhard Tüter.

00:02:20: Schön hast du das alles aufgesagt.

00:02:23: Mir macht es einfach Spaß mit Menschen zusammen zu sein.

00:02:28: Und man könnte auch sagen, ich mag sie!

00:02:31: Ich mag auch die Querköpfe alle und die Sonderbaren und die Zwanghaften ... Was es da alles gibt?

00:02:37: Das ist für mich so eine Art bunte Wiese.

00:02:40: Und ich hab ja ursprünglich mal Biologie studiert.

00:02:43: Da habe ich gelernt, dass die ganze Evolution darauf ausgelegtes Vielfalt zu erzeugen.

00:02:52: Und erst aus dieser Vielfaltung der Formen das Leben hervorbringt, wird es dann möglich, dass unter bestimmten Bedingungen mal die einen Formen günstiger Voraussetzungen für die Reproduktion finden und dann mal die anderen.

00:03:08: Und seit einiger Zeit wird mir immer deutlicher, dass das nicht nur für die Schmetterlinge gilt und für die Grashüpfer sondern auch bei uns Menschen der Fall ist.

00:03:19: Nur dass wir Menschen ... Die Bedingung, unter denen wir ausgelesen werden als besonders erfolgreich oder nicht so sehr, selber festlegen.

00:03:31: Und das macht das Ding spannend.

00:03:33: Das ist ja, als ob sozusagen die Evolution ... Als ob die Schmetterlinge selbst festliegen, wer der schönste Schmetternling ist?

00:03:40: Genau so sind wir unterwegs und das ist Irrsinn!

00:03:43: Das kann so nicht gehen und deshalb finde ich es einfach spannend mir alles anzuschauen und mich zu fragen, wo kommen wir dahin wenn wir das so weitermachen?

00:03:54: Und das ist toll.

00:03:57: Deshalb hab ich auch immer versucht, verschiedene Themen mehr anzuschauen, sodass ich nicht irgendwo in irgendetwas zu tief versinke ... wo ich ja nicht wieder rauskomme.

00:04:06: Das kenn' ich ja auch.

00:04:07: Ich war ja zwanzig Jahre oder dreißig Jahre so ein richtiger Experiment der Lernforscher, wie man sich das vorstellt im Labor und mit den Gehirnen da.

00:04:20: Das war auch schön!

00:04:22: Kann ich dir nur sagen, das kann passieren.

00:04:24: Dass man sich da verrennt und dass man davor lauter Hirn und Analysen und Kenntnisse, die man dann über irgendeinem Bereich im Hirn ... Bei mir war es das Serotonergesystem mit dem Nuklusrafe im Hirnenstamm, was mich da so fasziniert hat.

00:04:42: Es kann passieren, dass wir dann über die Begeisterung, über sowas Einzelnes Ich nenne das immer über eine Rosine, die man gerade mal so gefunden hat.

00:04:50: Zuwährlicherweise den Blick für den ganzen Kuchen verliert und dann so gehört das Interesse an dem ganzen Kucheln.

00:04:56: Dann ist man ein Rosinen-Sammler.

00:04:59: Und das wollte ich auch nicht so gerne.

00:05:02: Deshalb habe ich mich immer ... Wenn ich das Gefühl hatte, jetzt geht es zu sehr rein in die Einzelheiten der Rosinen, da hab ich gedacht, das ist okay, find ich toll!

00:05:12: habe ich aber auch gemerkt, da können andere ... Die haben viel mehr Freude daran, Rosinen in Einzelstücke zu zerlegen.

00:05:18: Mir ging es immer eher darum, den ganzen Kuchen anzuschauen und zu sehen wie das Ganze zusammenwirkt.

00:05:26: Und wie das Einzeln in dem Ganzen aufgeht und Teil des Ganzen ist.

00:05:36: Das ist vielleicht ein bisschen ungewöhnlich in der heutigen Wissenschaftszeit, wo ja wissenschaftliche Erkenntnisse dadurch gewonnen werden, dass man alles analysiert und zerlegt.

00:05:48: Bin vielleicht eher so einer der das Zerlegte wieder zusammenführt.

00:05:53: Das habe ich dann gemerkt, dass sich das an der Uni gar nicht so richtig kann, weil es gar nicht dort auf dem Lehrplan steht.

00:05:59: Und das trifft auch nicht das Interesse der Forschungseinrichtungen die ja immer was analysieren müssen.

00:06:08: Dann habe ich gemerkt ,dass es aber doch draußen Menschen gibt durchaus ein Interesse daran haben, nicht wie die Einzelteile so beschaffen sind bis es runter.

00:06:18: Sondern die einfach auch gerne mal eine Idee davon hätten, wie das alles zusammenhängt im Jahr.

00:06:25: Und da habe ich immer mehr Freude daran gefunden zu gucken was denn eigentlich so die Grundlage unserer Arbeitsweise des Gehirns ist.

00:06:36: Ist denn nicht das eh grundsätzlich mal die Suche eines jeden Menschen zu verstehen, wie das hier alles irgendwie zusammenhängt?

00:06:44: Ja.

00:06:45: Das ist so, dass alle Menschen mit diesem Bemühen zur Welt kommen.

00:06:51: Es ist ein Grundbedürfnis ... mit anderen verbunden zu sein und dann aber auch sich als einzelner Mensch mit bestimmten Themen zu befassen sich dabei selbst kennenzulernen, autonom zu werden und später auch frei zu werden.

00:07:12: Und dazu gehört diese unglaubliche Entdeckerfreude und Gestaltungsschluss mit der man sich da als Kleiner auf den Weg macht.

00:07:19: Der möchte dann alles wissen!

00:07:21: Und der kleine Gerer damals ... Als der Fünf war, der war wie ein Schwamm.

00:07:25: Da er hat alles aufgesaugt was es da gab.

00:07:29: Und der hat natürlich immer nach dem Zusammenhängen gefragt.

00:07:33: Er wollte auch wissen wofür das alles gut ist und warum das.

00:07:38: Worum die Biene immer wieder auf die Blume fliegt und was sie da sucht.

00:07:41: Und was sie nebenbei noch damit alles in Gang bringt, das fand ich als unglaublich spannend.

00:07:47: Hattest du Träume als Kind?

00:07:49: Aber wie wir alle ... Ich hab noch wahrscheinlich lange Glück gehabt, weil ich auf dem Dorf groß geworden bin.

00:07:55: Da waren in der Zeit in den Fünfzehrjahren Erwachsenen nicht so sehr viel Zeit für die Belehrung von Kindern.

00:08:02: Die haben uns in die Schule geschickt.

00:08:03: Da gab's einen alten Lehrer, der hat die erste bis vierte Klasse in einem Raum unterrichtet.

00:08:08: Da hatte man so eine Bankreihe, erste Klasse, zweite, dritte, vierte und da hat die alle auf einmal Unterricht.

00:08:13: Das finde ich eine ziemlich starke Leistung.

00:08:16: Und da hatte aber nicht so sehr viel ... Möglichkeiten, da ist so eine individuelle Förderung zu machen oder zu gucken, wo jeder so isst.

00:08:27: Die Eltern hatten das auch nicht.

00:08:28: Wir hatten keine Zeit, mussten aus dem Feld arbeiten Und dadurch gehöre ich zu den wenigen oder noch der Generationen, die bei Erwachsen groß geworden ist.

00:08:39: Die keine Zeit hatten, ihnen sehr viel beizubringen und das halte ich für das größte Glück was mir passiert ist.

00:08:49: Dann nehme ich immer dieses Beispiel von den Obstbauern ein, die dann so diese Spalierobst züchten.

00:08:56: Das Spalirobst, das ist ja das was man an den Treten festbindet ... In Südtirol sieht man, an der Autobahn sieht man diese riesigen Hänge mit dem Spalierobst Äpfel.

00:09:07: Besonders gerne oder auch Birnen.

00:09:10: und dann hab ich mal so einen Obstbauer gefragt wie er das nennt was er da macht wenn er das da so fest bindet?

00:09:18: Und hat gesagt Das ist Erziehung!

00:09:24: Da muss man sich auf die Zunge zergehen lassen dass sie dieses Festbinden der äste Erziehungen nennen.

00:09:30: und dann hat er noch einen drauf gesetzt und gesagt Wenn die erste dann doch in die andere Richtung gehen, dann machen wir einen Schnitt.

00:09:36: Das ist der Erziehungsschnitt.

00:09:39: und da hab ich dann gedacht was für ein Glück das in den fünftiger Jahren für Erziehungen nicht so viel Zeit war.

00:09:47: Und so bin ich dann relativ unbekümmert groß geworden und habe eben sehr lange diese Frage gestellt wie die Welt im Innersten zusammenhängt und fast alles wofür gut ist.

00:09:59: und andere haben eben sehr viel früher versucht solche Fragen zu stellen haben entweder keine Antworten gekriegt oder sind abgespeist worden.

00:10:08: Oder haben Menschen vor sich gehabt, die sich darin gefallen haben dem Kind zu zeigen wie schlau sie sind und das ist für ein Kind eine Katastrophe.

00:10:20: wenn ich von Konrad Lorenz den großartigen Verhaltensforscher und Nobelpreisträger gibt es diese wunderbare Geschichte wir sind ja auch hier so schön draußen in der Natur dass der kleine Konrad Lohrens erzählt er dann als er so klein war nicht damals auch, dann sei er da im Garten gewesen mit seinem Vater und der Vater hätte umgegraben.

00:10:43: Und dann hätte er einen Gefer gefunden und es zum Papa gegangen.

00:10:47: Papa guck mal, Gefer!

00:10:49: Dann hat er den bisschen größeren so braunen, hat dem Papa gezeigt.

00:10:53: und dann hat der Papa gesagt, das ist ja großartig Konrad, dass du das so ... Das sieht auch schön aus und so brauen.

00:11:02: Vorne hatte er solche Fühler.

00:11:06: Und muss man noch dazusagen, das war ein Experte für Käferkunde.

00:11:11: Der Vater.

00:11:12: Dann hat der Vater gesagt ... Du pass mal auf!

00:11:15: Ich muss jetzt hier oben graben und aber du oben in meinem Büro da gibts so unten im Regal so'n Buch und da sind hinten so Käfertrauf.

00:11:26: Nimm dir doch mal das Buch und es sind lauter Bilder und guck mal, da findest du den Käfer

00:11:29: bestimmt.".

00:11:31: Und dann ist Klein Conrad abmarschiert?

00:11:34: und hat den Käfer besucht, und hat dabei hunderte von Käfern sich angeholt.

00:11:38: Hat die ganze Vielfalt von Kähern in diesem Buch kennengelernt ... Und hat dann auch sein gefunden!

00:11:47: Dann hat er schon ein bisschen Buch stabilen können, ist er runtergerannt ... und hat dem Papa gesagt, ich hab ihn gefunden.

00:11:55: Das ist ein Juni-Käfer.

00:11:59: Boah, hat der Papa gesagt?

00:12:00: Ich dachte es ist ein Mai-Kkäfer.

00:12:03: Und dann sagt ne, Juni Käfer.

00:12:05: Und dann hat der Papa gesagt, aber ich bin ja immer mit den Kollegen zusammen, die sich da mit den Käfern so ausgehen.

00:12:10: Die wollen das immer auf Lateinisch wissen wie der heißt?

00:12:14: Kannst du nicht noch mal hochgehen?

00:12:15: Ich hab das vergessen, wie der Juni-Käfer heißt, auf lateinisch.

00:12:18: Geht doch nochmal gucken und ... Da steht so Schreck unter dem Junikäfer was Deutsch steht, steht Lateinische, wie er heißt.

00:12:27: Konvert wieder hoch!

00:12:28: Hat das Wiederbesuch diese Stelle im Buch sein.

00:12:32: Und dann kam er runter und sagte, Papa, der heißt Amphimalus solstitialis.

00:12:39: Boah, das ist aber toll!

00:12:42: Danke ich jetzt, erinnere mich auch wieder großartig so.

00:12:46: Das ist eine Geschichte.

00:12:47: Das es pädagogik nicht dem Kind erzählen was du weißt sondern dass kind des dem kind Gelegenheit geben Fragen zu stellen und ihm dabei zu helfen, sich selbst diese Fragen zu beantworten.

00:13:06: Und das ist mir häufiger wahrscheinlich passiert in der Kindheit ... Dadurch hab ich nicht aufgehört, Fragen zu stellen.

00:13:12: Und andere sind abgefertigt worden mit Antworten meist sogar auf Fragen, die sie gar nicht gestellt hatten.

00:13:21: Und die Fragen, denen sie wirklich hatten, hat ihnen keiner beantwortet.

00:13:25: Dann hatten sie oftmals Erwachsene, die auch möglich waren.

00:13:28: dass sie sich auch nirgendwo auskannten, die sowieso Mai und Junikäfer nicht unterscheiden konnten.

00:13:34: Sie dann also sofort als Maikäfer betrachtet hätten, weil er so ähnlich aussieht aber ein bisschen kleiner ist.

00:13:43: Und so vergeht einem dann die Lust ... Wenn man in eine Gesellschaft hineinwächst, in der solche Fragen nicht so erwünschte, vergeht einen die Lust, Fragen zu stellen und damit dann auch Zusammenhänge zu suchen.

00:14:00: Dann gibt man sich mit den Einseiten zufrieden, dass man froh, wenn man zehn Rosinen hat und die immer wieder aufsagen kann.

00:14:07: Und das war's.

00:14:09: Dass die in Kuchen gehören und wie die dort reinkommen und was sie für eine Rolle spielen.

00:14:15: Hättest du dir damals noch mehr Zeit von deinen Eltern

00:14:19: gewünscht?

00:14:20: Oder war das genau richtig?

00:14:22: Du sagst so ... Die haben mich machen lassen, aber so als Kind das heranwächst.

00:14:28: Sucht man sich ja schon irgendwie die Sicherheit im Elternhaus?

00:14:34: Die haben ich auch nicht machen lassen.

00:14:35: Da gab es natürlich ein paar Regeln ... Es gab eine Zeit, wo man wieder da sein musste und dann hatte ich auch das Gefühl, die waren auch froh.

00:14:44: Das war ja nicht nur meine Eltern, sondern noch andere.

00:14:46: Wir waren ja als Kindergruppe unterwegs gemischt altrig.

00:14:50: Also ältere und jüngere und ... Die haben sich immer gefreut, wenn abends alle wieder da waren.

00:14:58: Und wir als altersgemischte Kindergruppe losgezogen haben.

00:15:02: die Welt entdeckt natürlich und die Eltern haben uns das Dinge gezeigt, die wir alleine wohl noch nicht geguckt hätten.

00:15:10: aber das hat ja auch nicht so sehr viel geschadet.

00:15:14: Wir kriegten aber strenge Vorgaben dass es bestimmte Dinge gab die man nicht machen darf.

00:15:19: Was war das?

00:15:19: Die haben wir dann so ausgereizt bis hart an die Grenze, aber wir wussten, manches ist einfach wirklich gefährlich.

00:15:27: Und da sind wir auch nicht angekommen und es war okay.

00:15:30: Also Feuer machen zum Beispiel, war was ... wo uns gezeigt haben, dass zwei Mal im Dorf schon eine Scheune abgebrannt waren.

00:15:38: Dass das Kinder gewesen waren, die damit Streichhölzer gespielt haben.

00:15:42: Dann hab ich gedacht, das muss nicht sein!

00:15:45: Da will ich nicht noch alles sein der ... die Schäune ansteckt.

00:15:50: Aber sonst hatten sie ... Das war alles anders, war eine andere Zeit.

00:15:55: Und es hat auch keinen Sinn jetzt zu gucken, ob das besser oder schlechter gewesen ist.

00:15:59: Die waren ja auch ... Das hab ich als später gemerkt, diese ganze Generation der Nachkriegseltern, die waren ja furchtbar mit sich selbst beschäftigt.

00:16:08: Die hatten so ein Mist und so ein Elend erlebt.

00:16:12: Haben sich selbst so betrogen gefühlt und ... eigentlich zutiefst enttäuscht und verängstigt, gedemütigt.

00:16:24: Keine Ahnung was noch alles.

00:16:26: Das war nicht so ganz einfach für die damit klarzukommen.

00:16:29: Und das weiß ich auch als Kind, dass sich da immer mal wieder eine Ämter auf dem Dachboden umaufgehängt hat.

00:16:36: Das gehört mit dazu!

00:16:39: Jetzt könnte man aber auch die gleiche Geschichte, die du erlebt hast heute in einem Interview erzählen und sagen, mein Leben ist so übel verlaufen.

00:16:46: Weil ich erinnere mich noch als Kind hab' ich sehen müssen wie manche auf den Dachdächern lagen und äh... Also es scheint dich ja nicht so sehr beschäftigt zu haben oder?

00:17:00: Ja

00:17:00: deshalb erzähle ich das eigentlich weil es uns Gelegenheit gibt und allen die uns hier zuschauen und zuhören gibt es uns zu erkennen, dass das Gleiche passiert sein kann und es dann aber doch immer nur von der subjektiven Bewertung abhängt.

00:17:17: Ob es so oder so ist?

00:17:19: Also die selbe Situation macht dem einen Angst, dass der Schweißausbruch kriegt und Panik ausreißt oder aggressiv wird und alles kurz und klein schlägt.

00:17:32: Und der andere für den ist dieselbe Situation eine Herausforderung, sagt er wow!

00:17:38: Da wollen wir mal sehen, ob ich das nicht auch noch inkriege.

00:17:41: Das ist nur die subjektive Bewertung und das ist interessant.

00:17:45: Es ist nicht interessant, dass Menschen Angst haben, sondern wie sie zu ihren Bewertungen kommen, dass das gefährlich sei.

00:17:54: Oftmals habe ich erlebt ... Dass Kinder Angst haben vor Spinnen oder Schlangen?

00:18:01: Und dann frage ich immer gerne, ob in der Familie auch noch jemand da seid, der auch Angst vor Spinen und Schlangen hat.

00:18:09: Ja, man macht meistens.

00:18:12: Manchmal auch Papa und Papa hat wieder vor was anderem Angst ... Das heißt die Kinder übernehmen die Lösungen, die die Eltern für ihr Leben für sich gefunden haben.

00:18:26: Und da sind wir jetzt schon bei einem ganz zentralen Punkt der Organisation des Gehrens und der Arbeitsweise des Gehehrenes.

00:18:35: Du hast ja schon ... das geht ja schon vor dem Geburt los aber hört auch nie auf.

00:18:39: Die Art und Weise, wie sich das Hirn organisiert ist immer ausgerichtet darauf dass Netzwerke aufgebaut werden oder nennen wir es mal Verknüpfungen zwischen den Nervenzellen hergestellt werden die dazu führen dass möglichst wenig Energie verbraucht wird um das ganze stabil überlebensfähig und funktionsfähig zu halten.

00:19:02: Also es wird immer der sparsamste Weg gewählt Und der ist immer der, der dann auch die wenigste Energie verbraucht.

00:19:11: Der beste Weg den es immer gibt für mich und für dich und für alle anderen, ist wenn im Hirn alles gut zusammenpasst.

00:19:20: Also das Alte mit dem Neuen, meine Erfahrung, die ich früher mal gemacht habe mit dem was heute kommt.

00:19:26: Rechts- und Links- und Denkenfühlen- und Handeln ... Wenn das alles so eine Einheit bildet und ich mich in mir selbst und mit der Welt verbunden fühle Dann ist es koherent.

00:19:39: Das ist der Zustand, den ich dann plötzlich spüren kann weil er mir so gut tut und wo ich dann denke bitte bleibt doch so Und wo es auch ganze gesellschaftliche Überlegungen gibt und Vorstellungen gibt dass ein solcher Zustand der völligen Koherenz das Ziel unseres Daseins ist?

00:20:00: Das ist im amerikanischen in der Verfassung pursuit of happiness.

00:20:04: Die denken, es gäbe einen Zustand, wo der Mensch nur noch glücklich ist.

00:20:10: Bei uns ist das dann diese Vorstellung vom Memelsreich ... vom Paradies und vom Memelreich oder für die mehr am Essen interessierten vom Schlaraffenland.

00:20:22: Also da, wo auf einmal alles so ist wie man sich das wünscht.

00:20:26: Und dann muss ich immer dazwischengehen um sagen, überleg mal auch jetzt hier wieder nicht... Guck mal, das ist doch blöd!

00:20:34: Dann überleg mal, ob es so einen Zustand überhaupt geben kann.

00:20:39: Und dann kommt jeder drauf nee!

00:20:41: Solange ich lebe gibt es immer irgendwas was mich stört.

00:20:45: Also uns beide jetzt die Sehnderkunstgeräusche trotzdem sagen wir ist doch schöner wenn man's auf der Wiese im Freien auch wenn da irgendetwas brummt oder ein Vogel singt.

00:20:55: So das heißt es gibt immer irgendwas etwas stört.

00:20:58: und schon wenn nicht die Augen einen Augenblick zu machen und sie wieder aufmachen ist das eine Störung weil plötzlich kommt das Licht dahin rein und ich sehe was.

00:21:07: Und da muss ich gucken, ob du es immer noch bist oder jeden anderen ...

00:21:10: Genau.

00:21:12: Das heißt, ich krieg immer eine Incoherenz.

00:21:15: Also, das muss man sich vorstellen.

00:21:17: Es sind alle ganz zufrieden.

00:21:18: die Nervenzellen haben sich hübsch verknüpft.

00:21:20: Das ist dann ein Muster entstanden, was mein Denken fühlen unter Handeln auch leiten kann.

00:21:26: Jetzt passiert wieder irgendwas Unerwartetes?

00:21:29: Dann kommt alles durcheinander, verbraucht einen Haufen Energie Rutscht im Hirn als Erregung oder als Unruhe der Nervenzellen.

00:21:39: Immer weiter nach unten breitet sich also aus, kommt dann auch in Bereiche, wo die Hirnenvorstand sagen das ist jetzt die Amygdala und die hängt wieder zusammen und steuert bestimmte Körperreaktionen so dass ich dann auch plötzlich merke jetzt kriege ich dieses komische Gefühl Herzrasen Haare stehen zu Berge und Knie werden weich, Schweißausbruch.

00:22:01: Und dann weiß ich ... Das ist jetzt überhaupt nicht mehr koerrent!

00:22:04: Das wird sogar lebensgefährlich.

00:22:06: Spätestens dann wird der Letzte auch wach... ...und sucht nach einer Möglichkeit diese Unruhe wieder loszuwerden, die er da im Meer naht.

00:22:19: Wenn das nur eine kleine Unruh ist, weil ich gerade die Augen aufgemacht habe dann regelt sich das Hirn, dass allein indem es die Pupillen enger stellt und auf einmal kann ich wieder klar sehen.

00:22:29: Und es überfällt mich nicht mit die Seiligkeit.

00:22:34: Dann kann ich auch ein bisschen daran mich erinnern, daß ich dich ja schon mal gesehen habe und so wird das dann alles wieder einordnen war und das hat sich wieder alles geordnet und damit ist es wieder koherenter geworden als es vorher gewesen ist.

00:22:49: Jetzt kommt das wo ich eigentlich hin will eine Lösung findest, um einen inkohärenten Zustand in ein etwas koherenterum zu wenden und damit Energie zu sparen.

00:23:04: Dann wird dieses Lösungsmuster also das was du da im Hirn aktiviert hast, damit du es hinkriegst, das wird im Hirnen verangert fest eingegraben.

00:23:14: Das hängt damit zusammen dass immer dann wenn du so ne Lösung findst ja energiefrei wird weil du hast Feuer hat es in diesem durcheinanderigen Zustand viel Energie verbraucht.

00:23:24: Jetzt auf einmal gar nicht mehr soviel und dann wird diese Energie man kann das benutzt, um die Bereiche im Hirn zu aktivieren, die die Herrn Forscher früher Belohnungszentrum genannt haben.

00:23:36: Und dann kriegst du ein neues Gefühl weil da werden auch noch gleich ein paar Bodenstoffe ausgeschüttet, die so ähnlich wie Kokain- und Heroin wirken.

00:23:43: Und gleichzeitig werden sogenannte Neurotrofe Wirkstoffe freigesetzt wie Hormone Substanzen die Nervenzellen dazu bringen, dass sie noch mein Fortsatz bilden.

00:23:54: Noch mal eine neue Verknüpfung herstellen und so wird dann gewissermaßen das Hirn in diesem Zustand wo du ne gute Lösung gefunden hast gleichzeitig auch gedüngt sodass das was die gute Lösung ermöglicht hat im Hirn Anvernetzung auch gestärkt und gefestigt wird.

00:24:12: Wenn du das einmal verstanden hast dann weißt du das Hirnen merkt sich nicht die Probleme es merkt dich die Lösungen.

00:24:20: Und jetzt kommen wir wieder dorthin, dass es manche Menschen gibt.

00:24:23: Die haben nicht so gute Lösungen gefunden.

00:24:27: Die hatten entweder zu große Probleme ... Also da muss man mal genauer hingucken, was das eigentlich alles gewesen ist.

00:24:34: Aber die haben nicht das Gefühl, dass, was immer Damakrat kommt, dass auch irgendwie von ihnen ordentlich bewältigt oder gemeistert werden kann.

00:24:44: als Sexjähriger damals auf dem Dorf hat sich das Gefühl mit den Kumpels, die ein bisschen größer waren Wir hätten alles hingekriegt.

00:24:52: Das ist eine Haltung, die da entsteht.

00:24:54: Aus dieser Erfahrung heraus, dass es irgendwie immer wieder geht, entsteht eine innere Haltung und eine innene Einstellung.

00:25:02: Und diese Einstellung lege ich bis heute zugrunde und kann deshalb sagen ... das war damals in der schönen Kindheit.

00:25:10: Jede andere hätte diese Kinder nicht ausgehalten.

00:25:13: Der hätte heute seine Eltern angezeigt, dass sie ihn da alleine gelassen haben und hätte sich auch von den Links getrennt, weil die waren ja ganz furchtbar.

00:25:23: Der hätte lange zu tun gehabt und wäre vielleicht ein Historiker geworden oder so der Geschichtsforschung betreibt umzuverstehen wie hier eine ganze Gesellschaft traumatisiert gewesen ist.

00:25:34: Und ihn auch noch gleich mittraumatisiert hat.

00:25:38: Das ist dann ... Eine Frage der inneren Einstellung, der innerer Haltung.

00:25:43: Im Beispiel, wie wir es jetzt besprechen wird auf einmal deutlich, wie wichtig diese Frage ist, was hab ich denn überhaupt für eine innere Einstellung?

00:25:52: Mhm.

00:25:53: Nicht nur den Problem des Lebens gegenüber, die unvermeidlich sind ... Ich kann da jedes Mal sagen oh Gott, oh Gott!

00:26:01: Das wird mich auch hier wieder überwältigen und auch hier werde ich wieder den Kürzeren ziehen.

00:26:06: Und auch hier wird es so sein, dass ich am Ende mit großem Leid hervor ... Ja.

00:26:11: Dann sagen manche Leute, wenn du das so schon ran gehst, ist es hoch, wahrscheinlich, dass es passiert.

00:26:16: Und dann gibt's andere, die sagen wuck.

00:26:18: Ist mir doch jetzt ... Ich hab schon so viel erlebt.

00:26:21: Ich habe schon so viele unterschiedliche Probleme in meinem Leben auf eine gute, einigermaßen brauchbare, irgendwie jedenfalls gelöst.

00:26:29: Also kriege ich das auch noch hin?

00:26:32: Und dann stürzen die sich rein!

00:26:34: Weil sie einen Schwung haben und daran glauben, dass sie es kriegen.

00:26:39: Donald Trump ist so'n Typ.

00:26:41: Der muss eine Kindheit gehabt haben, wo dem sehr viel gelungen ist Und jetzt glaubt er, es gelingt ihm alles und dann rast der los.

00:26:48: Obwohl jeder, der aussucht sich sagt, das sind alle Tassen im Schrank.

00:26:52: Das gibt's auch.

00:26:53: Ach so merkwürdig, ne?

00:26:54: Also ich will

00:26:55: nur sagen ... Es ist nicht immer nur gut, wenn man so sehr an sich glaubt.

00:27:00: Mhm.

00:27:01: Weil also ein Typ wie Donald Trump wirkt ja auf den ersten Moment nicht so, wie wenn er als Kind ... Wie wenn ihm viel gelungen ist.

00:27:12: Man weiß es nicht, aber ist ja ein interessanter Entwicklungsprozess.

00:27:15: Jetzt hätte ich eher gesagt als unwissender Hobby-Amateurpsychologe ... Mensch, der hat wahrscheinlich so oft auf die Mütze gekriegt und muss das noch beweisen.

00:27:25: Deswegen ist er jetzt so.

00:27:27: Hier müssen wir noch mal ein Stück tiefer tauchen und uns das anschauen, worüber wir genau reden.

00:27:38: Es gibt in unserer gegenwärtigen Gesellschaft einen Ausmaß an Verunsicherung und Angst, wo ich sagen würde, das ist noch nie so stark gewesen.

00:27:47: Wenn ich dann aber mit Menschen rede und sage, wovor haben Sie eigentlich Angst?

00:27:52: Dann sag ich hab keine Angst!

00:27:53: Und ich sehe auch viele die umherlaufen und nicht den geringsten Eindruck machen.

00:27:57: also ob sie Angst hätten... ...und dann stelle ich fest, die haben eine Strategie gefunden, um diese Angst nicht spüren zu müssen oder um sie so wegzuschieben und zu verdrängen, dass sie sie nicht mehr spüren.

00:28:11: Oder um sich selber einzureden, dass das alles kein Problem sei mit dem Sie da belastet sind.

00:28:17: Und was da auf Sie zukommt?

00:28:19: Und ein Mensch der jetzt für sich selbst eine Lösung gefunden hat, um diese Angst unter der Decke zu halten zum Beispiel indem er einfach sagt ich kontrolliere einfach alles Wenn ich alles im Griff habe, das haben wir während der Corona-Zeit versucht.

00:28:37: Wenn wir alles im Griff haben und hier keiner noch irgendwelche Viren verbreiten kann, dann brauchen wir auch keine Angst mehr vor dem Virus zu haben.

00:28:47: Und dann versuchen wir, alles zu kontrollieren.

00:28:52: So lange wir alles kontrollieren, haben wir auch keinen Angst.

00:28:55: Dann haben wir irgendein Angst vor jemanden, der sich dieser Kontrolle nicht anschließt.

00:29:00: Das ist aber schon wieder die nächste andere Angst.

00:29:03: Zunächst mal ist jemand, der irgendeine blöde Strategie gefunden hat.

00:29:07: Ich sag absichtlich Blöde-Strategie, weil die meisten Strategien, die man gegen die Angst in solchen Situationen findet sind langfristig nicht so günstig.

00:29:16: Aber erst mal helfen sie.

00:29:16: und wenn man da irgendwas gefunden hat ... macht man das!

00:29:20: Und wenn man damit rumläuft, dann wirkt man so als hätte man keine Angst.

00:29:25: Wenn ein Junge Koss wird bei einer Familie, wo er eigentlich merkt dass er ... ich rede jetzt mal so nicht mit einem Namen, aber wir stellen uns mal vor du wirst jetzt groß bei Eltern die nicht so richtig viel Zeit für dich haben und in einem Haushalt wo du auch irgendwie immer wieder alleine bist.

00:29:47: Und das einzige was ab und zu dazu führt dass sich deine Mama sieht ist wenn du irgendwas hingekriegt hast am besten so wie sie sich das gewünscht hat Dann wirst du doch zwangsläufig versuchen, häufiger mal von deiner Mama gesehen zu werden indem du dir zeigst was du alles drauf hast.

00:30:08: Und dann suchst du dir doch eine Gelegenheit nach der anderen um dir selber zu ... um der Mama zu beweisen, was du für ein toller Typ bist.

00:30:16: So und jetzt haben wir an den Punkt angekommen wo dann du irgendwann mal dir einbildest du hättest alle so gut im Griff dass wenn dann einer kommt wie ich und sagt du das ist alles Angst was da unten drunter steckt Dann lachst du mich aus, weil du spürst dir die Angst gar nicht mehr.

00:30:34: Du hast deine Kompensationslösung gefunden mit der immer dann wenn ... du innerlich so ein bisschen spürest, jetzt wird's komisch!

00:30:42: Jetzt guckt mich mal wieder komisch an und glaubt nicht an mich.

00:30:46: Die ist aber schon zwanzig Jahre tot.

00:30:48: Aber du hast sie ja immer noch in dir.

00:30:50: also immer dann, wenn etwas dann doch vielleicht verunsichernd wirkt, greifst du auf deine einmal gefallene Lösung zurück?

00:30:59: und zeigst der Welt mal wieder, was du für ein toller Typ bist.

00:31:03: Wunderbar!

00:31:06: Das ist aber kein Zeichen ... Wenn du das dann so gelernt hast, dass immer der Welt zeigt, was dir für ein Toller Typ ist, ist doch kein Zeichn dafür, dass du eine glückliche Kindheit gehabt hast.

00:31:18: Oder

00:31:18: dass du glücklich bist?

00:31:19: Du hast ne Lösung gefunden die sehr stark belohnt worden ist.

00:31:26: muss das diese Lösung umso mehr finden und umso eher einsetzen.

00:31:30: Je weniger du in deiner Herkunftsformier das Gefühl hattest, dass die dich so gemacht haben wie du bist ... Das wird ja mal schlimmer!

00:31:39: Und jetzt reden wir aber nicht über Herrn Trump, sondern über uns alle.

00:31:43: Da sitzen wir alle in diesem Boot.

00:31:45: Kaum einer ist hier in dieser Welt groß geworden ohne der ... Verunsicherung ausgesetzt worden zu sein, dass er möglicherweise so wie er ist.

00:31:58: Was er denkt und was er tut, wie er aussieht, was er macht und was ihm wichtig ist das er möglichweise so wie es den anderen nicht gefällt.

00:32:08: Es ist uns dauernd signalisiert worden, dass da irgendwas nicht gut genug ist So dass wir alle ständig in so eine Art Rechtsfertigung waren, wir mussten ständig versuchen es den anderen Recht zu machen damit die uns endlich in ihren Kreis aufgenommen haben.

00:32:29: Das mussten wir machen weil das ein Grundbedürfnis ist des Menschen mit dem er schon zur Welt kommt.

00:32:35: und wenn das nicht gestillt wird dann hast du dauernd Inkohrens in der Birne.

00:32:39: das wissen ja auch die Bindungsforscher.

00:32:42: Wenn die Sicherheit des Hafens in Form von Eltern ein schönes Nest gebaut haben für die Familie.

00:32:52: Wenn diese Sicherheit des Hafens nicht mehr gewährleistet ist, weil das zu fallen ist ... Dann erlischt bei Kindern die Neugier.

00:33:02: Ja?

00:33:03: Sondern dann machen sie sich verunsichert auf den Weg, weil es so, als ob du mit dem Schiff raus aufs Meer fährst und weißt da hinten is kein Hafenmeer.

00:33:12: Und deshalb versuchen kluge Eltern einen sicheren Hafen zu bauen.

00:33:17: Die versuchen ihr Kind anzunehmen wie's ist.

00:33:22: Wir konnten auch sagen, die haben es fertig gebracht zu verstehen was Liebe bedeutet.

00:33:30: Das wäre dann das Unbedingte Interesse an der Entfaltung dieses Kindes.

00:33:34: und wenn du bei solchen Eltern groß warst dir ein unbedingtes Interesse in deiner Entfaltung war, dann geht's ab.

00:33:41: Dann merkst du da hast du einen sicheren Hafen aus dem Du.

00:33:44: Und die freuen sich auch, wenn du rausfährst.

00:33:46: Die halten dich nicht ständig fest, aber draußen gefährlich sondern pass auf!

00:33:51: Ich hab dir gesagt, wo das Ruder ist und wo der Kompass ist.

00:33:54: Und jetzt fahr!

00:33:56: Das ist ... das ist der Weg, den sich jeder junge Mensch wünscht, dass er aus dem Elternhaus diese Kompetenzen mitbringt?

00:34:06: Dass er Lösungen übernehmen kann, mit denen man auch tatsächlich Leben navigieren kann.

00:34:12: Und dass er dann aber losgelassen wird und nicht festgehalten wird, wenn er raus will.

00:34:18: Glaubt nicht immer, wie wir wissen.

00:34:21: Weil es auch sehr viele Menschen gibt, die haben Angst ... dass ihr Kind in der harten Welt umkommt.

00:34:30: Untergeht!

00:34:32: Dass es von irgendwelchen Rattenfängern abgeholt und verführt wird.

00:34:37: Ich glaube man geht da alle Medien.

00:34:41: Und dann muss man an dieser Stelle die Frage stellen, das kann man doch nicht alles aufhalten?

00:34:48: Man kann doch nicht verhindern, dass es ein stürmisches Meer gibt.

00:34:51: wo auch manchmal der Wind so wird, dass man abgetrieben wird.

00:34:54: Dann heißt doch die Botschaft an die Eltern nur oder an die erwachsenen Mitglieder dieser Gesellschaft macht eure Kinder stark.

00:35:02: Das müssten alles kleine Pipilangsturms werden.

00:35:05: Die also richtig wissen, wo es langgeht und sich durch nichts auf diese Welt unterkriegen lassen.

00:35:13: Eigentlich ja!

00:35:15: Was wollen wir denn mit lauter gefügigen Gleichgesinnten, die alle das selber labern?

00:35:21: Das ist ja furchtbar.

00:35:22: Ich hatte vorhin gesagt, die Evolution braucht die Vielfalt!

00:35:26: Da brauche ich auch Leute, die ... wenn alle anderen nach da laufen, sagen nee, laufst nicht mit, da bin ich lang.

00:35:32: und wenn alle andern losrasen, die sagen ne, nicht mit mir, ich bleib stehen.

00:35:37: Und wenn alle andere denselben Scheiß reden, dass sie sagen das mach' ich nicht mit?

00:35:43: Jetzt muss ich jetzt ... was ich so furchтbar finde, jetzt kann ich kein Beispiel nennen wo es besser wäre, wenn ich mal sage ... Wenn ihr alle so redet.

00:35:56: Ich mache das nicht mit.

00:35:57: Weil ich weiß, dass wenn ich das Beispiel nenne, ich anschließend Gefahr laufe, dass ich ... ausgeschlossen bin.

00:36:05: also... Das ist ja auch ein ... Ich würde angegriffen werden.

00:36:10: Ich würde einen Shitstorm auf mein Social-Media-Account haben.

00:36:15: Dass ich etwas gesagt habe was sich nicht gehört.

00:36:19: Sagst du trotzdem?

00:36:23: Ja, ich bin ja Schriftsteller.

00:36:25: Ich kann es noch mal ein bisschen anders verklausulieren.

00:36:28: Ich schreibe also gelegentlich Bücher und weiß, dass sich beim Schreiben auch immer darauf achtet, eine Melodie in die Sprache zu bringen.

00:36:40: Das ist nicht irgendwas dahin, sondern ich lese so einen Satz ... Und dann muss der schwingen!

00:36:46: Der Coerent, das muss passend.

00:36:48: Der Vorhergehende muss das schon von Vorbereiten, was der jetzt der nächste Satz sagen will.

00:36:54: Und er muss dann wieder so schwingen, dass man schon ahnt und hofft, dass es so weitergeht.

00:37:00: Das ist Literatur.

00:37:02: Also auch auf der Sachbuchebene glaube ich kann man da ... Ich bin kein Meister aber es drängt mich dahin.

00:37:09: So dass ich das immer wieder versuche.

00:37:12: Wenn ich jetzt einen Satz formulieren soll wie das neuerdings von mir verlangt wird damit ich den entsprechenden neuen Vorstellungen gerecht werden, wie man sich ausdrückt und wie man männliche und weibliche Formen benutzt.

00:37:29: Dann kann ich meinen Schreiben vergessen!

00:37:32: Ich kann keinen einzigen Satz mehr formulieren, wenn ich da überall mit innen und sonst was für vielen Geschlecht umarbeiten muss.

00:37:41: Das wird eine völlig unvorständige Sprache.

00:37:43: Die ganze Poesie geht weg Aber ich bin dann sozusagen nach den gegenwärtig gültigen Kriterien auf der richtigen Seite.

00:37:53: Aber meinst du nicht, dass da mittlerweile auch schon längst wieder eine Gegenbewegung da ist?

00:37:58: Gott sei Dank!

00:37:59: Gott sei dank haben wir diese Variabilität... Ich wollte dir gerade

00:38:01: sagen hier, sag so wie du bist und drück dich aus so wie Du bist oder das wird ja hier sogar sehr gerne gesehen.

00:38:11: also Ich würde nie auf die Idee kommen, dass Internet tut es.

00:38:15: Und dann hast du plötzlich ... Kritiker da, was auch immer kritisieren.

00:38:24: Also hier sitzen wir so, wenn du irgendwas ...

00:38:28: Nee, das ist ... Hab nicht

00:38:29: das Gefühl, dass du was nicht sagen kannst?

00:38:31: In Wirklichkeit ist es mir doch auch

00:38:33: wuscht!

00:38:34: In Wirksamkeit sag ich doch immer.

00:38:36: Was ich denke.

00:38:38: Aber es ist mir wichtig, dass diejenigen, die uns zuhören ... verstehen in welch missliche Situation wir uns selbst gebracht haben.

00:38:47: Mit dieser Art von moralischem Imperativ, der dann immer eingesetzt wird um zu prüfen ob man noch dazugehört.

00:38:55: Wir waren ja bei dem kleinen Jungen gewesen, der gerne dazugehören möchte und deshalb bereit ist alles zu tun damit er endlich in die Arme genommen wird oder in den Piergroup mit der Schaufel spielen darf.

00:39:12: Mhm, warum ist das so?

00:39:15: Warum funktioniert die Menschheit so?

00:39:21: Man muss es ja anders formulieren.

00:39:23: Es ist ja so, dass es zunächst mal bei dem kleinen Jungen ... dieses Bedürfnis hat von den anderen gesehen zu werden, der auch fest davon überzeugt ist, er ist so wie er richtig ist und gerne was entdecken und gestalten möchte in dieser Welt.

00:39:41: Ist ja alles richtig!

00:39:42: Also am Anfang ist alles richtig.

00:39:45: Deshalb muss man die Frage präzisieren und die heißt, wieso ist es uns als Menschen in der Gesellschaft oder in den letzten paar Tausend Jahren ... Ich hab keine Ahnung, wie lange das wirklich läuft?

00:39:57: Warum ist's uns im Laufe unserer bisherigen Geschichte gelungen eine Art von Kultur des Umgangs miteinander herauszubilden, die dazu führt, dass man ständig verletzt wird von dem anderen?

00:40:11: Warum isst das keine Vertrauenskultur?

00:40:14: Warum muss man ständig den anderen zeigen, dass man der Größte ist?

00:40:19: Warum kann man nicht gemeinsam, wie das in meiner altersgemischten Gruppe auf dem Dorf da war, versuchen rauszufinden ... Was weiß ich.

00:40:29: Wie weit die Frösche schon sind mit dem Eier legen und ob sie sich schon verpaart haben, ob sie schon den Leich abgelegt haben oder schon die ersten Kalkwappen geschnüpft sind.

00:40:40: Und in dieser altersgemischten Gruppe ist es so, dass jedes Kind irgendetwas findet für sein Alter gerade richtig ist.

00:40:48: Klar, dass da einer der gerade mal drei ist, das er nicht in den Teich reingeht aber der, der schon zwölf ist und der geht dann eben auch rein und kann auch mal ein paar Kalkwappen von dort holen wo man normalerweise hin kommt.

00:41:02: Und in so eine altersgemischten Gruppe macht es einfach keinen Sinn wenn man dem anderen zeigt wie blöd er ist.

00:41:11: Was ist so'n Zwölfjahr?

00:41:12: Wenn der ne fünfjährigen zeigen will Was er schon alles drauf hat, das ist ja lächerlich.

00:41:19: Der fünfjährige versteht nicht was der will und der zwölfjährige macht sich selber lächerlig weil er genau weiß, dass so wie der dem jetzt zeigt, guck mal ich kann schon auf den Baum klettern und der kleine Fünfjähriger kann noch nicht meinen ersten Ast dran kommen.

00:41:32: Das heißt keine Überlegenheit sondern das ist Dummheit.

00:41:37: Also in solchen altersgemischten Gruppen wo die frei miteinander spielen und die Welt entdecken können etwas nicht vorkommt Sesshaftwertung und der Besitzstandwahrung wahrscheinlich seit zehntausend Jahren in jeder Generation immer wieder vorgekommen ist, nämlich dass einer dem anderen was überlegen sein wollte.

00:41:59: Wettbewerb!

00:42:02: Und Wett Bewerb muss man sagen braucht man ... Wett bewerbt braucht man in einer Gesellschaft dann wenn einem nicht die Menschen wichtig sind sondern die Ergebnisse.

00:42:18: das ist wie mit dem Persperlierobst.

00:42:21: Erziehung braucht man dann, wenn einem nicht die Kinder wichtig sind, sondern die Äppel, die natürlich später mal dranhängen sollen.

00:42:28: und das ist dann zwangsläufig so dass man auch solche Einrichtungen schafft in denen die Erziehungs- und Bildung im Altershormogen Gruppen gemacht wird.

00:42:40: Und solange wir solche Schulen haben oder Kinderkartengruppe haben wo sie immer in einem Alter sind gibt's für die Kinder gar keine andere Möglichkeit, wenn sie sich selber spüren wollen in so einer Gruppe als in den Wettbewerb und Konkurrenz mit anderen zu gehen.

00:42:54: Guck mal, ich kann das besser!

00:42:56: Ja klar.

00:42:58: Weil was anderes haben Sie ja nicht?

00:43:00: Wo Sie einander und voneinander etwas lernen können.

00:43:04: Und dann ist es das sind Zuchtanstalten für Wett Bewerb.

00:43:08: Da merkt man jetzt, wenn wir darüber reden wie schwer es sein wird eine andere Art des Umgangs in dieser Gesellschaft zu etablieren, weil die Hälfte der Bevölkerung vor allen Dingen das Wahlvolk was dann die nächste Regierung wählt.

00:43:25: Die sind doch alle fest davon überzeugt, dass ohne Wettbewerb geht nichts.

00:43:29: Ohne Leistung kommt nix... Ohne Zwang keine Leistung!

00:43:31: Ohne Druck kommen nix raus.

00:43:33: Ohnwettbewerk gibt's kein Fortschritt.

00:43:36: Ja großartig.

00:43:39: Das was sie seit Zehntausend Jahren Generation für Generation reproduziert haben wo jedes mal eine kleine Junge der da in die Welt rein wächst, solche Erfahrungen machen muss, dass er gar nicht anders kann als in so ein Wettbewerbssystem mit eintreten.

00:43:56: Das hat er aber nicht mitgebracht, das ist ihm vorgesetzt worden und es ist das Leben der Erwachsenen.

00:44:00: Dass er jetzt reinwachsen muss und dann muss er mit den Konkurrieren oder seinen Altersgenossen konkurrieren.

00:44:06: Dann gibt's solche Flaschenhälte durch die man durchmuss also Schulabschlusszeugnis damit man dann studieren kann.

00:44:13: ja wie soll ich denn Wenn ich Biologie studieren will, wenn ich nicht der Beste in meiner Klasse bin.

00:44:19: Also muss ich doch Wettbewerb machen?

00:44:20: Dann muss ich die anderen mit den so wegboxen und dann findet Selektion statt ... Und dann beruft man sich noch auf Darwin und die Tatsache dass es in der Natur auch Selektionen gibt und sagt das ist ein Naturgesetz.

00:44:35: Das kriegt ... macht das mal wieder weg!

00:44:39: Kriegen das die Tiere besser als alles

00:44:40: dran?

00:44:43: Tiere machen natürlich Wettbetrieb aber Die haben keine Vorstellung davon, dass Wettbewerb so wichtig ist.

00:44:50: Das ist sozusagen das Natürlichste der Welt!

00:44:53: Dass wenn zwei Hirsche in die Brunft kommen, wie wir beide jetzt ... und dann wäre es so eine tolle Hirschkuh.

00:44:59: Jetzt fehlen nur noch die Hirschköhe gerannt?

00:45:02: Dann wär das doch total klar, ich würde versuchen, dir eine mit dem Geweih zu verpassen.

00:45:11: Aber schon, wenn die Hirchkuh nicht mehr da wäre, wär's total unzusandt.

00:45:15: Wir würden doch nicht wettbewerben, um uns gegenseitig zu beweisen, wer der bessere Hirsch ist.

00:45:19: Sondern wir hätten doch einen Grund und das ist diese Hirschkuh!

00:45:25: Und wenn die weg ist, hätten wir schon gar keinen Wettbewerk mehr.

00:45:28: Wenn die Boden vorbei sind machen sie auch kein Wett Bewerb mehr.

00:45:32: Der Wett-Bewerb ist nur ... Der tritt dann auf, wenn besondere Situationen herrschen, wo Ressourcen knapp werden und sozusagen ... übersteigerte Nachfrage herrscht.

00:45:46: Was dann?

00:45:46: Das ist aber die Voraussetzung einer Marktwirtschaft.

00:45:50: Jetzt merkt man, wo der Wettbewerb eigentlich gebraucht wird für den Menschen und das sich das menschliche entfalten kann, braucht man keinen Wett Bewerb.

00:45:58: Aber dass der Markt funktioniert und man ökonomische Vorteile erzeugen kann und immer wieder neue Technologien und neue Produkte erfinden kann, die man dann vermarkten kann dafür braucht man den Wettbetrieb.

00:46:11: Und am Ende muss man sogar sagen, man braucht den Wettbewerb auch.

00:46:14: Deshalb weil man genügend Verlierer braucht die unglücklich sind mit ihrem Leben und die deshalb sich gerne solche Produkte anschaffen, die da hergestellt werden.

00:46:27: Also je mehr unglückliche Menschen es in einer Gesellschaft gibt, desto besser ist die Nachfrage nach unsinnigen Sachen.

00:46:34: Zum Beispiel?

00:46:36: Irgendwos Plastikspielzeug.

00:46:39: Es gibt nirgendwo so viel Plastikspielzeug.

00:46:41: Überhaupt dummes Spielzeug wie in den Spielzimmern von bestimmten Familien, die nicht auf der höchsten Leiter der sozialen Anerkennung angekommen sind.

00:46:55: Den es also überhaupt nicht so gut geht.

00:46:58: Aber dann wollen sie wenigstens, dass es ihren Kindern gut geht.

00:47:01: und dann ... kriegen die Kinder alles, wovon sie im Fernsehen oder im Internet oder in der Werbung gehört haben.

00:47:08: Dass das Kinder gerne wollen.

00:47:10: Süßes!

00:47:12: Vielleicht auch schon mal ein Alkohol mit zwölf ... Also natürlich den ... Das Ticket dafür für den Freizeitpark.

00:47:24: Alles was es sich da leisten kann?

00:47:25: Wenn man uns als Eltern- oder Elternpark bis hierhin zuhört und sagt ja Ja, ja.

00:47:32: In der Theorie klingt das für mich alles gut.

00:47:35: Ich ... mein Wunsch als Mama wäre doch auch, dass meine Tochter wie Pippi Langstrumpf durch die Welt springt.

00:47:41: Aber in der heutigen Zeit mit den aktuellen und ich-als berufstätige Mama!

00:47:46: Und?

00:47:47: Wie soll denn das alles möglich sein?

00:47:50: Hast du eine

00:47:50: Lösung?!

00:47:51: Ja, finde ich auch in Ordnung, dass man das sagt.

00:47:53: Dann soll man aber aufhören sich zu beschweren.

00:47:57: Ich muss unbedingt arbeiten gehen.

00:47:59: Ich glaube, dass ich unbedingt so viel im Monat verdienen muss.

00:48:03: Ich glaube das dem Kind nicht schadet wenn es in so eine Einrichtung geht.

00:48:07: Ich will auch selbst noch ein bisschen was anderes machen als immer zu nur mit dem Kind am Spielplatz sitzen.

00:48:14: Ja bitte dann geh arbeiten und mach das alles so!

00:48:18: Und entfaltet dich oder macht das so, dass es für dich passt?

00:48:23: Weil anders kannst du, Wenn du das nicht machst, bist du eine unzufriedene Mutter.

00:48:28: Mit der kann das Kind auch nichts anfangen.

00:48:30: Deshalb sage ich immer mach es, mach es ... Aber bitte hör auf dich zu beschweren!

00:48:35: Dann hast du eben viel zu tun und dann schaffst du eben manches nicht.

00:48:39: Und dann bist du eben unglücklich.

00:48:41: Und da wirst du auch irgendwann mit deinem Mann nicht mehr so richtig zurechtkommen.

00:48:44: Die Kinder werden dich auch nicht mehr mögen, weil du gar nicht mehr richtig da bist.

00:48:49: Das musst du aber hör auf dir zu beschwärmen.

00:48:52: Du hast dir das selbst ausgesucht?

00:48:54: Und da merkt man, wo wir mit der Gesellschaft sind.

00:48:56: Man macht es so und sucht die Verantwortlichkeit woanders.

00:49:03: Der Staat ist dran schuld.

00:49:04: Es gibt nicht genug Krippenplätze.

00:49:06: Wenn der Staat ist daran schuld, es gibt ein Gender-Gap oder wie das heißt ... eine unterschiedliche Bezahlung für Männer und Frauen.

00:49:14: Der Staat ist dran schuld, es gibt nicht ... Und immer ist irgendjemand dran schult.

00:49:18: Manchmal sind auch die Männer dran schul, weil sie zu arbeiten gehen und sie zu Hause als Frau auf die Kinder aufpassen muss.

00:49:25: Es wird immer irgendein Schuldiger gefunden, an dem man seine eigene Unzufriedenheit ablassen kann.

00:49:30: großartig.

00:49:32: So läuft die Wirtschaft ja.

00:49:34: Da braucht man nämlich dann bald wieder ein Urlaub.

00:49:37: Man kriegt's weit weg!

00:49:39: wo man sich einigermaßen von dem Elend erholen kann.

00:49:47: Man kann auch nicht so richtig drüber lachen, weil es zu ernst ist.

00:49:50: Sind wir denn noch zu retten?

00:49:53: Natürlich!

00:49:55: Lass uns lieber darüber reden, das ist doch das Schönste, dass ich zusammen mit meinen vielen anderen Hirnforscher-Kollegen gerne und immer wieder in der Öffentlichkeit bekunden kann, dass das menschliche Hirnzeitlebens veränderbar ist Ist klar, baust du dir mal irgendwas ins Tieren.

00:50:16: Manches bringst du schon aus dem Mutterleib mit und das ist eben so.

00:50:22: Aber du kannst im Laufe deines Lebens auch immer wieder neue Erfahrungen machen.

00:50:27: Und wenn du neue Erfahrungsmacht hast dann gibt es auch neue Vernetzungen.

00:50:32: Du findest neue Lösungen andere Lösungen bessere Lösungen als die, die du früher mal gefunden hast.

00:50:37: damit kannst du die alten überschreiben Das heißt, das ganze Leben.

00:50:41: Dann kannst du aus solchen einmal ins Hirn gebauten Verwicklungen wieder raus.

00:50:48: Du kannst dich entwickeln.

00:50:51: Schönes Wortspieler!

00:50:53: Ich habe eine Akademie für Entwicklungshilfe aufgebaut.

00:50:57: Die ist ziemlich gut und Herr Dalust hat kann da auch mal auf die Webseite gehen.

00:51:03: Und dann heißt es bis ins hohe Alter Kannst du aus solchen eingefahrenen Denkmustern die dann auch dein Fühlen und Handeln bestimmen wieder raus.

00:51:17: Das gelingt nur nicht vielen, weil es natürlich ... Wer hat darüber geredet?

00:51:21: Energiesparen-Modus im Hirn ist natürlich energiesparender.

00:51:26: Versieren.

00:51:27: zunächst das alte Fortzusetzen als was Neues zu versuchen.

00:51:32: Das geht sehr weit!

00:51:32: Es gibt Menschen, die sitzen in der Partnerschaft oder im Beruf bis hierher im Schlamm.

00:51:39: Die kriegen kaum noch Luft.

00:51:40: Und dann gucken sie, rufen immer Hilfe und hoffen, dass jemand kommt, der sie da rauszieht.

00:51:45: Du kannst einfach rauskrabbeln, geht doch raus!

00:51:47: Palast diese Partnerschaft oder mach irgendwas anderes?

00:51:50: Oder hängt diesen Beruf an Nagel?

00:51:52: Und ach das geht doch nicht.

00:51:55: Und dann frag ich warum geht's denn nicht?

00:51:58: Dann sagen Sie es mir nicht aber ich weiß es doch.

00:52:01: Dass wenn die aus dem Sumpf daraus gehen Das könnte sein, dass es am Ufer kalt ist Es könnte in Wind kommen Vielleicht regnet's sogar.

00:52:12: Und dann sieht man ja auch nur dieses Stückchen Ufer vom Teich aus, wo man dann ... bis er im Schlamm steckt, weiß was dahinterkommt?

00:52:19: Vielleicht ein Abgrund!

00:52:22: Also muss man doch alles überlegen.

00:52:26: und da das alles so unsicher und unwürtlich und unbequem ist, hoffen Energie kostet, bleib ich doch lieber sitzen.

00:52:36: Ja, machs so weiter wie bisher.

00:52:37: Das ist doch alles in Ordnung.

00:52:39: Es war furchtbar aber es ... ist noch mal bisher alles jütig gegangen.

00:52:45: Und dann machen die Leute lieber ewig so weiter, als dass sie ihr Leben nochmal in die eigenen Hände nehmen und die entsprechenden Veränderungen in Gang setzen, die nötig wären.

00:52:58: Die Veränderung ist doch auch ganz gering.

00:53:01: Es sei nur, dass Sie bereit sind den Blick noch einmal zu öffnen.

00:53:07: Weil das ist ja immer wenn man so ein enges Hirn hat Und verwickelt, dann ist auch der Blick ganz eng.

00:53:12: Da guckt man immer und sieht nur das, was man durch diese Röhre des engen Glicks sehen will oder was man noch sehen kann.

00:53:20: Jetzt kann man aber doch das auch mal aufmachen.

00:53:24: Vielleicht nicht gleich in der Situation an der Arbeit wo die Anspannung zu groß ist, aber vielleicht geht man nachmittags mein Wald.

00:53:33: Geht man schön spazieren in so einem alten Gemäuer und setzt sich auf eine schöne Wiese?

00:53:37: Mhm.

00:53:38: Und dann geht der Blick auf, und dann merkt man ... Wow!

00:53:42: Da bieten ja sogar noch Vögel.

00:53:44: Dann merkt mal wie das alles ... Wie das ein ... Wie man teilt dieses ganzen Großen ist?

00:53:51: Dass man doch eigentlich in dieser Welt gehalten ist und sich da freuen kann über alles was man da ... So, und es entsteht eine andere Haltung.

00:54:00: Das ist eine andere als die, die du eben noch hattest, als du auf deinen Chef geschimpft hast.

00:54:05: Ich wusste wieder, die Aufgaben alle bewältigen.

00:54:09: Ja, muss man sich mal aus diesem Hamsterrad, des Funktionierens muss man einfach ab und zu machen raus.

00:54:19: Sonst weiß man ja überhaupt nicht wie das außerhalb dieses Hamsterrads aussieht.

00:54:23: Die einfachste Lösung die ich da bisher gefunden habe besteht darin dass man jemanden einladen kann und ermutigen kann und inspirieren kann künftig oder bei allem was er tut oder sie tut und sich vorher noch mal kurz zu fragen, ob das was da getan wird.

00:54:46: Ihr oder ihm guttut?

00:54:48: Jetzt merkst du schon wieder wie ich mit diesem sprachlichen Fülle fands, die mir die schönen Sätze kaputt machen.

00:54:54: Also ich könnte mich fragen, Ob es mir gut tut.

00:54:58: Und wenn ich das tue und ihr das dann auch vielleicht versucht, wird man feststellen, dass man sehr viele Dinge im Laufe des Tages tut, die tun an mich gut.

00:55:10: Man redet mit Leuten, die man nicht leiten kann.

00:55:13: Man geht am Bäckerladen vorbei und holt sich wieder so ein weißes Teigzeug, was es sowieso nicht schmeckt.

00:55:22: Man ist auf der Straße sehr furchtbar unter Bedingungen, wo normalerweise ... Das kann gar nicht schmecken!

00:55:30: Man isst mit Leuten abends irgendwo zu einer Zeit, wo man sagt, da isst man lieber nichts mehr, weil man sowieso noch nicht schlafen kann.

00:55:38: Und man ist auch mit Leuten, die man gar nicht so leiden kann.

00:55:41: Das muss ich mir doch nicht alles antun!

00:55:43: Also alleine auf der Ebene des Essens hätte ich zig Möglichkeiten, mir was Gutes zu tun und da bin ich noch gar nicht auf die andere Ebene gegangen, die jetzt natürlich sich gleich anschließt.

00:55:54: Ich muss doch auch nicht das Gerät immer zu einschalten Kann doch einfach mal sagen es gibt ein Knopf dran und bevor ich wie so'n Automat schon wieder drauf drücke und mir irgendwas angucke oder sie mir immer anguckel schalte ich das mal aus und guck mal, was dann passiert.

00:56:14: Und auf einmal hab' ich den ganzen Abend frei!

00:56:17: Auf einmal kann ich mich selber um endlich fragen, worauf ich heute Abend überhaupt Lust habe.

00:56:22: Vielleicht will ich ein bisschen spazieren gehen, vielleicht will ich tanzen gehen, wenn meine Frau einen schönen Abend verbringen, Kerzen anzünden, Wein trinken, sich gegenseitig etwas Hübsches erzählen... Es gibt da tausend Sachen?

00:56:33: Ich will das gar nicht bis zum Ende alles ausführen.

00:56:36: So, und dann, wenn ich das tue ... Das weiß ich aber jetzt ganz genau.

00:56:40: Wenn jemand anfängt, darauf zu achten, dass er nicht immer so geht.

00:56:44: Aber ab und zu mal.

00:56:46: Sich was Gutes tut dann erlebt er sich wieder als Gestalter seines eigenen Lebens.

00:56:51: Und das ist der Ausbruch aus dem Hamsterrad.

00:56:53: Im Hamsterrat wird er gedreht.

00:56:55: Er dreht das Ding auch selber.

00:56:57: Aber wenn er anfängt ... da rauszukommen und sich an dem zu freuen, was er jetzt gerade macht?

00:57:04: Nicht weil er muss, sondern weil er will!

00:57:07: dann verbindet er sich wieder mit sich selbst und seinen eigenen Bedürfnissen.

00:57:10: Und der wird wieder gestaltert, damit sind die Grundbedürfnisse eines Menschen plötzlich wieder viel besser gestellt.

00:57:21: Wenn ich nicht mehr so bedürftig bin, da brauche ich auch nicht mehr von anderen.

00:57:27: Dann will ich nicht mal so viele haben!

00:57:30: Also wenn es mir gut geht, brauche doch nicht ... dass du mir daraus sagst was ich für ein toller Typ bin.

00:57:36: Es geht mir doch gut.

00:57:39: Ich will auch nicht dauernd Wertschätzung und Anerkennung.

00:57:41: Und sonst was von dir, auch gar Bewunderung.

00:57:43: Das brauche ich nur wenn es mir schlecht geht.

00:57:47: Dann benutze ich dich als Aufbauhilfe.

00:57:52: Wenn wir so eine Gesellschaft haben wo sich gegenseitig versichern müssen wie Tollsee den anderen finden und dass das alles richtig ist, was sie machen ... dann ist das sehr viel Aufbauhilfe, die da geleistet wird.

00:58:05: Da muss man fragen, warum sind denn so viele unterwegs, die aufgebaut werden müssen?

00:58:09: Die könnten auch einfach selber dastehen und sagen ... Das Leben macht mir so eine Freude!

00:58:15: Und es ist auch toll mit so einem Menschen wie mit dir jetzt zusammen zu sein und mal ne Stunde über alles Mögliche zu reden.

00:58:23: Obwohl ich eigentlich noch was anderes machen könnte, aber das hab' ich mir ausgesucht.

00:58:28: Ich hätte auch jetzt schön mich dahinten allein auf die Wiese unterm Baum setzen können, meditieren können oder so.

00:58:37: Aber wir hatten uns verabredet und dann hatte ich die Wahl.

00:58:42: Ich hatte die Wahl, mich darauf zu freuen ... Oder mich darüber zu ärgern, dass ich mit dir verabregnet habe.

00:58:49: Und da kommt was völlig anders raus.

00:58:51: Du merkst, ich hab mich gefreut!

00:58:52: Ich hätte mich aber auch anders entschließen können.

00:58:56: Dann wär das hier alles missgeworden.

00:58:59: Und wir haben gerade so eine schöne Koherenz, der Laubbläser hat aufgehört.

00:59:03: Es fallen keine Kastanen, es ist alles perfekt.

00:59:10: Ist ja dann häufig so das, wenn es erst mal anfängt zu passen, dann fügt sich sehr vieles was man bisher für nicht mehr zusammengehörig und zusammenpassen erlebt hat

00:59:22: auf Reisen immer wieder festgestellt.

00:59:25: Wenn du merkst, dass du dann in so eine komische Abwärtsspirale reinrotst, irgendwie der Zug ist verspätet und du hast schon ne Stresssituation, dann kommst du an und plötzlich ... Also ein Dominostein nach dem anderen fällt irgendwie so in die falsche Richtung.

00:59:42: Dann aber kurz innezuhalten, tief Luft zu uns sagen.

00:59:45: Moment mal!

00:59:46: Wir bauen uns das jetzt wieder so, dass es

00:59:48: passend gemacht

00:59:49: werden kann oder passend gemacht wird geht es dann relativ schnell, dass das wieder in die richtige Richtung geht und die Dinge besser zusammenpassen?

00:59:58: Hast du da auch so ...

01:00:00: Ja.

01:00:01: Da muss man eben sagen, das kannst du nicht von jemanden verlangen.

01:00:04: Mhm.

01:00:05: Also entweder der ist dazu in der Lage oder er kann's nicht.

01:00:10: Kann ich's lernen?

01:00:11: Das hängt damit zusammen, wenn einer immer nur so schlechte Erfahrungen gemacht hat beim Zugfahren.

01:00:18: Und da auch nie ein Clown dabei gewesen ist wie du Der hat die rote Nase aufgesetzt und den ein bisschen nett unterhalten.

01:00:28: Sondern der immer nur missmutige andere getroffen hat, die sich genauso über die Bahn geärgert haben, dann ist er in diesem Film drin.

01:00:34: Dann ist das fast wie eine innere Einstellung, Nehaltung ... Wenn der überhaupt nur dran denkt, dass er schon wieder mit dem Zug fahren muss, nimmt er lieber das Auto.

01:00:42: So?

01:00:43: Und wenn er dann doch fahren muss , hat er schlechte Laune!

01:00:45: Wenn dann der Zug wieder verspät umhat,

01:00:48: weil es

01:00:48: ja genau hatte, hat er ja vorher gewusst.

01:00:50: Da kommt aus der Nummer nicht raus.

01:00:53: Und ich hab aber schon eben mit der roten Nase und dem Klauen gesagt, dass das keine Zwangsläufigkeit ist sondern es könnte passieren, dass er auf so einer Zugfahrt missmutig auf seinem Sessel hockt und dann aber doch auch sich mal bewegen muss weil es schon so lange dauert.

01:01:12: und dann geht er da in diesen Speisewagen und da ist nur noch ein Platz frei Truppe von drei anderen, die ... Das müssen nicht unbedingt hübsche Frauen sein.

01:01:25: Das können auch alte Männer sein.

01:01:27: Aber die richtig interessant unterwegs sind!

01:01:30: Und dann hängt das sich damit dran und der wird gefragt, was meinst du dazu?

01:01:33: Dann ist er mit drin und vergisst da auszusteigen, weil es so schön ist.

01:01:38: So, und dann schimpft er hinterher, ach man, das war eigentlich ... Die Bahnfahrt war schon gut, aber dass ich so bescheuert war und nicht ausgetiegen bin.

01:01:48: Und jetzt statt im Basel in Zürich angekommen, das ist natürlich doof.

01:01:54: Weißt du nicht?

01:01:54: Das ist schon mal eine ganz andere negative Einstellung.

01:01:57: Siehst du dich auch als jemand der manchmal mit roter Nase und Tröte durch die Gegend läuft weil du eine andere Perspektive anbieten kannst und inspirierst?

01:02:07: Ja aber es wird niemand meine rote Nase sehen.

01:02:12: D.h.,

01:02:13: sie ist innerlich.

01:02:15: Es ist die Bereitschaft mich für einen anderen Menschen zu interessieren Das reicht.

01:02:23: Und dann merke ich, wenn der andere Mensch irgendeine Regung zeigt, auf die ich reagieren kann ... Dann kann das so ein zauberhaftes Gespräch werden?

01:02:36: Weil ich auch gelernt habe, dass in jedem Menschen ... Ich kann ja nicht jeden Menschen lieben und sonderbar mögen.

01:02:44: Aber ich kann doch in jedem irgendetwas finden, was ich mag!

01:02:49: Da muss ich mich darauf einlassen und auch suchen.

01:02:52: So oft im ersten Blick zeigt sich das bei manchen nicht so ganz deutlich, dass sie auch Anteile in sich haben die man mögen kann.

01:03:01: Aber wenn man dann so ein bisschen geduldig ist und genauer hinguckt ... Und nicht gleich schon wieder in seinen moralischen und sonstigen Werturteilen steckt sondern es offen lässt.

01:03:11: Mal gucken was das für einer is'.

01:03:13: Dann wird man verstehen irgendwas findet man an jedem Menschen was man mögeln kann.

01:03:18: Das übrigens interessant, wenn es jetzt nämlich in der nächsten Stufe darum geht sagst, okay wenn jemand noch mal den Blick aufkriegen sollte und er das alleine nicht schafft dann könnte man ihm helfen.

01:03:33: Der Hörnvorscher sagt verändern kannst du ihn nicht.

01:03:36: Es sei denn du glaubst du das machen zu müssen was ein Tumptür macht, Abrichtung und Tristur.

01:03:44: Das kannst du mit Belohnung und Bestrafungen machen.

01:03:47: Ihn zum Objekt deiner Korrekturmassnahmen zu machen.

01:03:50: Das macht aber nur so lange mit deinen Belohnungen und Bestraffungen kräftig genug die Impulse setzt.

01:03:57: Ansonsten fällt der dann wieder zurück und wird das deutlich, was für diese innere Einstellungen werden?

01:04:03: Die ändert sich nur wenn er eine neue Erfahrung macht, wo ich gesagt habe, wenn es alleine nicht hinkriegt, kannst du ja versuchen dem zu helfen, dass da der Blick noch mal aufgeht.

01:04:15: Und jetzt kommt es aber nur dann, wenn du den magst.

01:04:18: als Dienstleister kannst du das nicht.

01:04:21: Das funktioniert In vielen Berufen, das einfach nicht.

01:04:26: Du musst ihn mögen!

01:04:28: Also manchmal ... Amerikaner würden sagen, es gibt Tricks, die man anwenden und auch lernen kann in Kursen, dass der andere glaubt, man mag ihn.

01:04:40: Aber da hab ich dann auch die Erfangen gemacht, wenn ich als Europäer darüber komm' und die kommen so auf mich zu.

01:04:46: How nice can I do anything for you?

01:04:49: Dann geh ich eher zurück.

01:04:52: Das kann nicht echt sein, weil die hab ich noch ganz recht kennengelernt.

01:04:56: Da küst er und der Mischon drängt sich auf.

01:04:59: Am Ende ist es irgendeine Frau in der Gerstätte, die als Bedienung nur will, dass ich mir irgendwas anderes kaufe.

01:05:07: Also ... Es muss echt sein!

01:05:10: Du müsstest ihn mögen?

01:05:11: Und jetzt haben wir schon gesagt, als Dienstleister kannst du's nicht.

01:05:16: Aber ... Als Vorgesetzter könntest du es aber nur dann, wenn du diesen Mitarbeiter magst.

01:05:24: Und der Mitarbeiter, bei dem du diesen Blick öffnen könntest oder wo du dem helfen könntest, dass er aus seiner Nummer endlich mal wieder rauskommt.

01:05:32: Das ist aber meistens auch der, der am meisten auf den Herfen geht.

01:05:36: Also den, den du am wenigsten leiten kannst, den müsstest du dir jetzt mögen.

01:05:40: Sonst kannst du ihn nicht einladen!

01:05:43: Das ist die Kunst, das ist Führungskunst.

01:05:46: Was ist deine Definition von Liebe?

01:05:50: Liebe ist das bedingungslose Interesse an der Entfaltung des anderen, den ich da liebe oder die.

01:06:00: Und ... das kann ein Kind sein, mein Kind.

01:06:06: Das kann meine Partnerin sein.

01:06:08: Wo ich einen Bedingung schluss ... Also egal wie blöd sie ist!

01:06:13: Ich würde trotzdem immer versuchen, ihr Möglichkeiten zu bieten, wo sie den Blick aufkriegt und ich würde mich über alles was sie tut, wo es in die Welt hinaus geht, vollen.

01:06:25: Und wenn das notwendig ist, dass sie mich damit so unbekümmert sich entfalten kann und in die Welt hinausgeht, mich verlässt würde ich sagen tust du es machs.

01:06:37: Das ist es dann geht's nicht anders.

01:06:41: Liebe muss auch nicht den anderen ständig festhalten.

01:06:44: und wenn ich dann solche auf dem Popmarkt verfügbaren Gesänge höre I can't live any longer without you Dann ist das keine liebe des Abhängigkeit.

01:06:58: Da ist ein Junkie unterwegs, der einen sucht, der ihm am Leben hält.

01:07:03: Wenn ich das dann so offen sage ... Manche sind erschrocken, weil das ist die Art wie sie glauben, dass sie den anderen lieben.

01:07:12: Dann wird auch verhandelt was man von dem Anderen hat.

01:07:17: Es ist doch schön, ich kann das und du kriegst von mir das.

01:07:21: Dafür kriege ich von dir jenes.

01:07:23: Das ist ein Geschäft!

01:07:25: Hat mich lieber nichts zu tun.

01:07:28: Und dann fängt es schon an, spannend zu werden.

01:07:30: Dann wird auch plötzlich glatt, dass zwei die sich total gleich sind.

01:07:35: Weil sie sich über irgendeine Plattform gesucht haben und alles ausgeführt haben was wir alles mögen.

01:07:41: Dass die natürlich in einer schwierigen Situation sind weil ... Weil die gar nichts richtiges haben was sie austauschen können.

01:07:50: Was soll ich denn an dir mögen?

01:07:51: Das ist ja also wichtig als ob ich mich selber mag wenn du sowieso so genau bist wie ich.

01:07:57: Du musst doch anders sein, damit das spannend wird.

01:07:59: Wie soll den Erotik entstehen?

01:08:02: Bei gleich ... Da muss doch was auseinandergehen auch mal konflikthaft werden, keine Ahnung, dass man sie wiederversöhnen kann.

01:08:10: Das gehört doch alles dazu.

01:08:12: Mhm.

01:08:13: Und da merkst du schon, vielleicht ist der Begriff Liebe der ausgetrampelste und am meisten in dem dreckgezogene Begriff, den wir kennen.

01:08:24: Weil der wird zu viel mit Liebe bezeichnet, was wirklich definitiv gar nichts mehr zu tun hat.

01:08:30: Auch das ganze Rotlicht fördert.

01:08:31: Liebe ist auch nicht Sexualität.

01:08:34: Das ist Erotik und dann ... Sexualität hat eine hohe Form, die heißt Erotick.

01:08:42: So und so.

01:08:43: Ohne diese Erotika ist alle Sexualität ne Sportübung.

01:08:49: Na ja, ich muss an dieser Stelle langsam aufhören, weil ... kommen zu viele ...

01:08:57: Ich finde, du hast auch allein eine sehr gute erotische Farbe von deinem T-Shirt an.

01:09:02: Es hat grad ... Ich dachte mir, das passt alles zusammen.

01:09:04: Gerhard Tüter spricht jetzt über Erotik mit rosa T-shirt und Schakett.

01:09:07: Wunderbar!

01:09:10: Liebe.

01:09:10: noch mal kurz zur Liebe zurück?

01:09:12: Und vor allem ... Lass mich das noch kurz sagen.

01:09:15: Du kannst ... Jetzt wird es nämlich natürlich deshalb... Also nur etwas lebendiges lieben.

01:09:23: Was Todes kannst du nicht lieben Das Bild kannst du doch nicht lieben.

01:09:28: Und so lange ... Also, wenn es Liebe sein soll und du ein behaftiges Interesse an der Entfaltung hast, musst du ja was vor dir haben, das ich auch entfalten kann?

01:09:36: Und mein Auto zum Beispiel kann sich nicht entfhalten!

01:09:41: Deshalb ist es auch albernd davon zu reden, dass ich meinen Autoliebe.

01:09:45: Aber einen Maikefer oder ein Tier- oder mein Hund unter dem Pferd können sich alle entfaltet werden.

01:09:52: Das sind Lebewesen.

01:09:53: Und da ist es in allen angelegt, dass sie danach drängen sich zu entfalten.

01:09:58: Diese Gänseblümchen ... die wollen sich entfhalten!

01:10:04: Die kann ich lieben.

01:10:06: Aber den Rechen, den der Gärtner benutzt, den kann ich noch nicht lieben?

01:10:12: Den gibt's ja, hab' ich auch keine Haltung dazu und keine Meinung.

01:10:17: Aber Liebe ist eben etwas was sich darauf richtet das etwas lebendiges zu dem werden kann, wofür es angelegt ist.

01:10:28: Was in ihn drinsteckt.

01:10:30: Deshalb ist die Liebe sozusagen eine potenzial entfaltende Kraft.

01:10:34: Die sich aber nur entfalten kann, wenn's da jemanden gibt ... der diesem Nebewesen oder dieser Frau oder diesem Kind das Gefühl gibt, dass man ein bedingungsloses Interesse an diese Entfaltung hat.

01:10:49: und davon, dass ich immer erzähle, ich hätte so einen bedingunglessen Interesse Meines Kindes ist noch nicht viel gewonnen, wenn das bei dem Kind gar nicht ankommt.

01:11:00: Ich muss also auch über die Fähigkeit verfügen, mein bedingungsloses Interesse so kundzutun, dass der Geliebte es auch merkt.

01:11:10: Wie

01:11:10: mache ich das?

01:11:13: Das wird jetzt schwierig, weil ... Da sagen wir immer, das muss echt sein.

01:11:19: Also mit Worten ist schon schwierig.

01:11:25: Aber ... indem ich ihn teilhaben lasse an meiner eigenen Lebensfreude.

01:11:32: Das wär's, weil dann springt das ja über.

01:11:35: Ich habe Interesse ... was weiß ich?

01:11:38: An dieser wunderbaren Wiese und in dem ich dieses Interesse dir dich erleben lasse.

01:11:48: kann es passieren, dass du dich auch für die wahnsinnige Wiese interessierst.

01:11:52: Dann kriegen wir hier beide rum und gucken, was es alles gibt Horizont erweitert.

01:12:00: Und da hat sich was entfaltet, was ich ohne dieses Gespür, das du da hast ... nicht entfaltet hätte.

01:12:11: Aber davon, dass ich dir die Wiese erkläre!

01:12:14: Sorry.

01:12:14: Kommt nix an?

01:12:15: Da

01:12:15: kommt nichts an.

01:12:17: Deshalb mützen diese vielen Schilder, die überall als Schautafeln im Wald aufgestellt sind, wo immer steht, wofür das gut ist und was der Borgengewer macht und wie ein Ökosystem aussieht.

01:12:29: Das kann man da hinstellen.

01:12:30: Aber das ist reine Selbstbefriedigung für die Pädagogen, diese Waldpädagogen, die da meinen in solche Schilder aufstellen zu müssen damit Menschen bereit sind dem Wald zu schützen.

01:12:44: Aber man isst doch nicht bereit den Wald zuschützen weil von ihm einen Vorteil hat.

01:12:48: Das ist ja wieder nur eine Geschäftsbeziehung.

01:12:50: Ich gehe in dem Wald um dort zu baden!

01:12:53: Mein Gott ... Oder ich fahre mit dem Mountainbike in den Wald, um mich zu bewegen und mir sportlich zu betätigen.

01:13:00: Du benutzt den Wald!

01:13:02: Und dass du ihn benutzt wirst du ihm nicht schützen wollen weil er dir gar nicht am Herzen hinkommt.

01:13:07: Egal, du kannst auch woanders mit deinem Mountainbike fahren.

01:13:11: Wenn du wirklich möchtest das jemand auf die Idee kommt und das Gefühl herausbildet den Wald zu schützen, dann müsstest du ihm helfen, dass es sich in den Wild verliebt.

01:13:26: So... Und dann frage ich immer die Waldpädagogen, wie macht ihr das?

01:13:31: Sie wissen es nicht.

01:13:32: Weil da gibt's auch viele, die sind auch nicht in den Wald verliebt und trotzdem Waldpädagogen.

01:13:36: So wie es viele Lehrer gibt, die nicht in ihre Kinder und die Schüler verliebzt sind und trotzdem Pädagogen sind.

01:13:44: Gibt sogar Eltern, die ... nicht in ihrer Kinder verlieben sind und die trotzdem groß sind.

01:13:52: Bräuchten wir mehr Liebe

01:13:54: auf der Welt?

01:13:55: Ja schon als Schlagwort definitiv nicht!

01:13:58: Also wenn mehr Liebe in der Welt wäre, wäre es sehr gut.

01:14:02: Aber die Liebe kommt nicht dadurch in die Welt, dass man drüber redet.

01:14:07: Das kann man nur ... Es käme mehr Liebe im Welt, wenn es sehr viele einzelne Menschen gäbe, die diese Liebe in sich tragen würden.

01:14:21: Und das heißt, es müssten Menschen sein, die nicht darunter herkommen und erzählen was sie alle schlieben, sondern die müssen mit sich selbst glücklich sein.

01:14:32: Das sind nicht so sehr viele, leider.

01:14:37: Es gibt viele die da ständig anderen was Gutes tun wollen.

01:14:42: aber man kann ja einen anderen Menschen nur dann mit Liebe begegnen wenn man diese Liebe in sich selbst auch trägt.

01:14:53: ich kann auch jemanden nur friedfertig entgegen kommen diese Friedfertigkeit in mir trage.

01:15:00: das heißt da wo alles losgeht ist dass ich anderen sage, sie sollen etwas Liebe verbreiten.

01:15:07: Sondern indem ich andere Menschen vielleicht einlade, ermutige und inspiriere, ihr Leben so zu gestalten, dass Sie sich darüber freuen, dass sie der Gestalter dieses Lebens sind.

01:15:20: Dann fangen Sie an, sich zu mögen!

01:15:22: Kann ich das Gefühl der Liebe selbst wenn ich es selber nicht erlebt habe für mich Eigen entwickeln?

01:15:34: Dass ich jetzt mal ganz egal deine eigenen Geschichte trotzdem eine neue Perspektive, eine neue Herzensperspektive auf Weltumfeld

01:15:45: Menschen entwickle.

01:15:46: Die meisten Psychologen würden wahrscheinlich sagen das geht nicht.

01:15:50: Es hängt aber auch ein bisschen mit unserer Tradition dieses Faches zusammen weil da konnte man sich ja früher noch nicht mal vorstellen dass man sich überhaupt nochmal im Leben verändert.

01:16:01: und dann war der Charakter festgelegt.

01:16:04: Das konnte man nur noch versuchen, ein bisschen mit dem zurechtzukommen.

01:16:10: Was man da als Mitgift charakterlich mitgekriegt hat und das war wiederum genetisch festgelegt so dass er eigentlich gar nicht zu machen war.

01:16:20: insofern braucht man sich nicht zu wundern denn heute die meisten der Meinungen sind es wenn einer diese Liebe nicht erfahren hat wird sie auch nie in seinem Leben erleben können.

01:16:30: Und ich behaupte, dass das nicht stimmt.

01:16:34: Das kann ich deshalb sagen weil jeder weil jeder einen Zustand erfahren hat, und zwar am eigenen Leib nicht gehört oder erlebt hat.

01:16:45: Wo das möglich ist was nur in der Liebe möglich ist nämlich gleichzeitig sich verbunden zu fühlen und autonom und frei Das ist ja so eine Liebesbeziehung.

01:16:56: wenn wir sie miteinander hätten würde ich doch alles dafür tun dass du dich frei fühlst Nicht in den Fetteln meiner Liebe gefangen und mit dem klebrigen Schleim meiner liebe eingehen eingeklebt, sondern ich würde alles dafür tun, dass du frei bist in deine Kraft kommst.

01:17:14: Und ich würde mehr oder weniger als Nebeneffekt dann erleben können wie du dich vielleicht auch deshalb, weil ich dich freilasse, du dich so sehr mit mir verbunden fühlst.

01:17:26: und dann sind diese beiden Grundbedürfnisse von Freiheit und Verbundenheit gestillt.

01:17:32: aber die einzige Beziehungsform, in der das geht heißt lieber nicht Geschäftsbeziehung Und auch nicht Abmachung.

01:17:41: So, und ... natürlich gab es meine Zeit, wo auch derjenige, den diese Liebe nie so richtig nahe gekommen ist und das sie nicht so richtig erleben konnte, wo er sie doch gespürt hat nämlich in dieser Phase als wer gleichzeitig gewachsen ist sich entfaltet hat und verbunden war.

01:18:04: Neun Monate lang kann man dagegen nichts tun.

01:18:08: Das ... Erlebt jeder Mensch.

01:18:11: Wenn er das nicht erlebt, kommt er nicht auf die Welt und stirbt da vorher schon.

01:18:15: Aber diese neuen Monate Grundlage eines Organismus, der dann mit dieser Grundlage weitermacht ... Die sind schon da!

01:18:26: Deshalb weiß jeder Mensch tief im Inneren, dass die Liebe ein Zustand ist, wo man sich gleichzeitig unglaublich verbunden und trotzdem unendlich frei fühlt.

01:18:39: Das würden die meisten aber gar nichts zugeben.

01:18:41: Weil es ist ihnen auch nicht bewusst.

01:18:44: Das ist aber dann, das wo ich immer denke, dass es eigentlich die Aufgabe von Wissenschaft ist, dass sie so etwas herausarbeitet und Menschen dabei hilft sich dessen bewusst zu werden?

01:18:56: Das ist ja das was wir uns auch fragen müssen, was denn überhaupt über die vielen Jahrtausende passiert ist.

01:19:05: Also ... Ich kann jetzt als Wissenschaftler kann ich sagen, in der sogenannten Steinzeit, als sie noch als Jäger und Sammler unterwegs waren.

01:19:14: Und so eine Reichhaltige Welt hatten, wo die sich um alles kümmern müssten, wo sie also feinste Sinne herausbilden mussten und wo jeder auf irgendeine Art und Weise in diesen Jägen- und Sammlangemeinschaften für irgendwas gebraucht wurde und Teil der Gemeinschaft war, das nennt man individualisierte Gemeinsschaft.

01:19:34: Jeden braucht es und es geht aber nur gemeinsam weiter.

01:19:38: In dieser Zeit hatten die Menschen auch ein größeres Gehirn als jetzt in der Neuzeit.

01:19:43: Das sagt ja keiner so gerne, aber das lässt sich vermessen und wenn man das nicht glaubt dann kann man es auch noch mal umgekehrt müssen.

01:19:52: Man kann schauen was zum Beispiel verwilderte Hausesel in Südamerika gibt's davon viele die da draußen rum rassen schon seit zwei drei Generationen sozusagen abgehauen sind beim Bauern Aber überlebt haben.

01:20:06: Dann kann man gucken wie groß deren Gehirn ist Und dann kann man gucken, wie groß das Sion derer ist, die zu Hause geblieben sind.

01:20:13: Das ist fast ein Drittel?

01:20:16: Krass!

01:20:16: Das nennt man Domestizierungs-Effekt.

01:20:18: Mhm.

01:20:20: Das wird eine armsehliche Welt im Stall.

01:20:23: Da gibt es das Siren auch nicht viel ... zu verknüpfen und dann bleibt auch wenig von diesem riesigen Angebot stehen.

01:20:31: Zur Welt kommt dieser Esel mit unendlichen Möglichkeiten also aus jedem könnte Haus, Stallesel, Bildesel sonst was werden.

01:20:39: Aber wenn er es nun schlecht trifft und als Hauseesel landet oder es ihm besonders bequem vorkommt, Hausesel zu sein.

01:20:48: Dann muss er damit leben, dass er eine Kümmerwässung dessen im Jahr nach etwas draus hätte werden

01:20:53: können.".

01:20:57: Gibt es in diesem Falle dann Schicksal?

01:21:00: Dass Schicksale-und Vorbestimmung ist vorbestimmt.

01:21:05: ob ein Esel auf die Welt kommt und bestimmt das als Hausesell ... Oder kommt ... kommt einfach mal irgendwie ein Esel auf die Welt und danach wird verteilt.

01:21:17: oder gibt es da gar keine Regel dafür?

01:21:19: Sondern der eine ist Hausesel, der andere ist Wildesel.

01:21:22: In der Natur ... Wenn der Mensch nicht da wäre mit seinen Vorstellungen, worauf's ankommt in der freien Natur ist das nicht vorbestimmt.

01:21:31: Es ist selten man hat grad so ne Phase wo es von Neuschrecken schwarm drüberzieht.

01:21:37: Da kann man sagen, die nächsten zehn Tage weiß ich schon was jetzt passiert Aber im nächsten Jahr weiß ich's nicht mehr.

01:21:46: Das heißt, dass die Natur und das Leben erfindet sich dann ja auch immer wieder neu.

01:21:51: Da kommt man mit solchen Vorbestimmungen nicht weiter, aber der Mensch kann sich eben ... nebenbei gesagt in Ermangelung von genetischen Programmen, die ihm die Richtung vorgeben.

01:22:04: Eine eigene innere Orientierung aufbauen, wohin es geht anhand von Vorstellungen.

01:22:10: Die Vorstellung sind ja dann immer das Ergebnis der Lösungen die ja bisher im Leben so gefunden hat.

01:22:16: Und so versucht er jetzt auch, weiterzumachen.

01:22:18: und da gibt es Menschen wo ich sagen würde das ist sehr gut vorhersehbar wie die weitermachen werden.

01:22:25: Einmal Fußball-Fan immer Fußball Fan oder noch schlimmer einmal Politiker und Partei genosset der sich hoch erkämpft wird bis zum Lebensende so weiter führen.

01:22:38: Gibt's sowas wie ein Seelenweg oder Seelplan in deiner Vorstellung?

01:22:45: Es gibt eine Bestimmung der wir eigentlich, wo es gut wäre wenn wir da folgen.

01:22:51: Aber nicht in dem so geistigen, esoterischem oder wie auch immer angehauchten Kontext.

01:23:03: Wobei ich das nicht despektierlich meine?

01:23:09: Ich finde dass der Mensch ein spirituelles Wesen ist und dass deshalb auch Menschen diese Möglichkeit brauchen, dass sie spüren, dass die in etwas höheres eingebettet sind Und vielleicht auch, dass sie in einer Welt leben, in der es irgendwas gibt, was sie schützt.

01:23:34: Aber ich bin nicht der Meinung, dass ... es möglich ist mit seinen Gedankenstühlen zuvor oder vorherzusagen, was übermorgen hier passieren wird.

01:23:45: Aber Ich kann dich oder eine andere Person in eine Situation bringen, wo das hochwahrscheinlich wird, dass du übermorges genau das tun wirst.

01:23:56: Und am einfachsten geht es intimisches, die Einrede.

01:24:00: Kommst du um mir?

01:24:01: Ich bin jetzt der Massager und ich sage dir, du pass auf!

01:24:06: Nicht übermorgen, aber am Tag danach passiert dieses und jenes.

01:24:11: Du musst irgendwas machen.

01:24:14: Dann weiß ich, dass du am Tag vor dem Ereignis bestimmte Dinge tun wirst, um dich vor dem Ei zu schützen.

01:24:22: Das kann ich dann auch messen.

01:24:24: Man kann das nachweisen, dass man das machen wird.

01:24:28: Damit hab ich dich mit meiner Vorstellung manipuliert.

01:24:32: Und das passiert ständig, das machen unsere Medien so und machen unsere Politiker so.

01:24:37: Unsere Geschäftsleute, die uns was verkaufen wollen, sagen auch vorher, was passieren wird.

01:24:43: Wenn nicht mehr endlich diese Faltencreme da draufliere ... dass es dann nicht so ist, aber ich mach's

01:24:52: erst mal.

01:24:53: Ich kauf mir die Wunschvorstellungen, dass Endergebnis ist.

01:24:57: Aber es gibt eine Bestimmung und es gibt einen Erwangen nach etwas Was irgendwie auch so ein bisschen auf uns aufpasst hier, und das alles zusammenhält.

01:25:07: Oder sind wir einfach hier?

01:25:11: Das hat das mit der Bestimmung und dem was da aufpasste hängt für mich total zusammen und ist eigentlich aus dem gleichen abgeleitet.

01:25:19: Ich bin der festen Überzeugung dass wir als Menschen Teil dieser großen lebendigen Gemeinschaft sind die sich hier auf diese Erde herausgebildet haben Und dass wir nur eine andere Form haben.

01:25:39: Dass es aber da auch Bakterien gibt und Viren, Gänseblümchen oder Grasüpfer ... Die haben alle eine besondere Formen und deshalb auch eine besondre Rolle und eine bestimmte Funktion in diesem Risiken.

01:25:53: Nennen das mal lebendigen Gefüge als Gesamtes.

01:26:00: Mhm.

01:26:01: Wenn ich das so sehe dann ... ist doch klar, dass ich als Mensch in dieses große Gesamtgefüge des Lebendigen eingebettet bin.

01:26:10: Und das da auch ... es wird so zu sagen eine eingebette Zeit entsteht die mich schützt.

01:26:19: Ich würde nicht mehr geschützt wenn ich rausgehe oder wenn ich mich gegen das lebendige ganze Ende und das versuche zu zerstören.

01:26:27: dann wird's gefährlich für mich aber solange ich mich als Teil dieses großen lebendigen Systems verstehe.

01:26:33: Es bin ich dort auch geschützt und dann, wenn wir das so rum betrachten, kann man ja sagen, na gut dieses Lebendige hat eben in diesem großen Prozess der Selbstorganisation des Lebendigen sich dann eben der Maikefer und das Gänseblümchen und alles Mögliche an Formen herausgebildet.

01:26:57: Da können uns die Biologen relativ gut erklären warum solche Formen mal entstehen und dass die dann auch wieder verschwinden können, wenn sie von anderen Formen überholt werden oder wenn ihre Leistungen von anderen formen übernommen werden.

01:27:13: Oder wenn sich die Lebensbedingungshof verändert haben.

01:27:16: das für manche Formen ist nicht mehr so günstig.

01:27:18: jetzt aber in dieser ganzen Form in Vielfalt ist dann ja auch der Mensch mit eingebettet und dann kann man ja die Frage stellen welche Aufgabe dann eigentlich dem Menschen zukommt Rolle er als besondere Form spielt.

01:27:33: Weil es sind ja nicht alle Lebewesen, auch nicht alle Tiere mit der Fähigkeit ausgestattet sich Vorstellungen zu machen und sowas wie Bewusstsein herauszubilden.

01:27:44: Das würde ich jetzt sagen, das muss bei dieser Evolution des Lebendings irgendeinen Grund gegeben haben, dass da plötzlich eine Form entsteht die in Jörn hat, mit dem sie sich was vorstellen kann Und was dann auch nicht so festdeterminiert ist, dass man es nur benutzen kann um das bereits freundene zu lenken und zu steuern.

01:28:03: Sondern auch Zukunft gestalten kann.

01:28:06: Und man plötzlich auch in sozialen Bezügen sozusagen nochmal die Kapazität des einzelnen Hirns erweitern kann.

01:28:13: Wenn fünf Leute zusammen ihre Krutze in einen Topf werfen, ist das fünf mal so viel Hirn als eine alleine hat?

01:28:22: Dann komme ich relativ schnell zu der Vorstellung, zauberhaft ist.

01:28:27: Dass der Gedanke naheliegt, dass das Leben wohl immer wieder am Ende Formen hervorbringen wird die zum Beispiel weil es ja Leben über kurz oder lang ohne Fortbewegung nicht geben wird wenn es nur Sessile also festzitzende Formen sind wie die Polüben und Gänseblümchen dann können sie ja das nicht entfalten was zu diesem Entfaltungsprozess gehört.

01:28:56: Das heißt, die ständige Erschließung neuerer Möglichkeitenräume.

01:29:00: Die kleben da fest hier und deshalb ist es über kurz oder lang so, dass auch die Bewegungsfähigkeit erfunden wird.

01:29:08: Wenn man sich erst mal bewegen kann ... Da gibt's dann bei einem Vielzeller an vorn und hinten.

01:29:14: Und dann kommt ein Teil des Körpers schneller in Kontakt mit der Außenwelt und neuen Verhältnissen, auch gefährlich im Verhältnis als der andere Teil.

01:29:25: Und dann ist es halt das Nervensystem, wenn's eins gibt.

01:29:28: Das braucht es ja schon alleine zu bewegen, dass das nach vorne rückt und dann ist das das Frontalgangjohn bei den Regenwürmern zum Beispiel.

01:29:38: Aus diesem Frontalgangjohn wird dann das was man schon bei den Insekten sieht auch vorne klein aber immerhin können die auch schon eine ganze Menge und dann wird das Ding sozusagen immer größer und auch immer leistungsfähiger immer höher vernetzt.

01:29:58: Es befreit sich förmlich dann sogar von der Programmiertheit und wird so formbar, veränderbar und anpassungsfähig, dass jeder Mensch am Ende, der ein Gehirn mitgebracht hat eine andere Struktur des Hirns herausbilden wird weil ja jeder was anderes erlebt und sich das hier mit seinen feinen Vernetzungen anhand dieser Erfahrungen, die jeder Mensch macht ... strukturiert.

01:30:28: Und da ist natürlich irgendwo in einem anderen Kulturkreis, wenn du da groß bist,... ... machst du andere Erfahrungen als hier.

01:30:34: Also dieses Beispiel mit dem Inuititer... ... was weiß ich von um dreißig verschiedene Sorten von Schnee auseinanderhalten können,... ... das wirst du also nie in deinem Leben kochen, in der Schweiz!

01:30:46: Da reicht wohl was Schnee.

01:30:49: und nochmals drei vielleicht drei Sorten arbeiten ja nicht.

01:30:52: Das heißt er entsteht dann auch diese Fähigkeit,... immer mehr von der Welt in sich aufzunehmen.

01:31:03: Und das gehört dann dazu, dass man ... je nachdem was man in sich auft nimmt, wird auch diese Lösungen in sich Aufnehmen, die man gefunden hat.

01:31:16: Ein Inuit wird andere Lösungen für sein Zusammenleben und sein Leben finden müssen als wir beide hier.

01:31:23: Diese Lösungen werden ja als Vorstellungen im Ihren verankert Und diese Vorstellung benutzt du, um die Welt zu gestalten.

01:31:32: Also wir hier so wie es in der Schweiz oder in Deutschland üblich ist ... Wohl wissen dass das in hundert Jahren schon anders sein kann und vorhundert Jahren auch schon mal anders war.

01:31:44: Wir gestalten das was wir hierso vorfinden können auch sagen, wir fumeln da ein bisschen dran rum

01:31:50: und

01:31:51: bilden uns wunderschön etwas ein, was wir da tolles hingekriegt haben.

01:31:55: Und wenn man das tut, dann entsteht über die Erfahrung, die man macht von Generation zu Generation.

01:32:01: Wird immer was ausprobiert?

01:32:03: Man sich glaubt, man sich glaub nicht und da entsteht ein großer Erkenntnisprozess.

01:32:10: Das heißt wir gelangen zu immer mehr Erkenntniss über die Welt und uns selbst.

01:32:17: Das ist das, was in Delphi steht, erkenne dich selbst.

01:32:20: Und dass es das stattfindet mit moderneren Worten würde man sagen ... Erkenne dich selbst, ist vielleicht noch Missverständnis.

01:32:28: Werte dich dessen bewusst was dich als Mensch ausmacht?

01:32:32: Und dann darf man die Frage stellen könnte es nämlich sein dass das Leben uns als Form hervorgebracht hat um sich eine Form zu schaffen die sich dessen bewusst werden kann was dieses große System des Lebens braucht damit sie in ihm angelegten Potenziale auch weiterhin entfalten können?

01:32:55: Und dann wären wir diejenigen, die dem Leben zur Entfaltung helfen könnten.

01:33:01: Das könnte unsere Aufgabe sein.

01:33:04: und was machen wir?

01:33:06: Wir machen es kaputt.

01:33:08: Arten sterben!

01:33:10: Wir machen die Vielfalt kaputt, wir machen die Schönheit kaputt... Wir sind sozusagen dabei unserer Mission völlig zu verfehlen.

01:33:23: Und das wird nicht gut gehen und da weiß das Leben auch schon raten für solche Formen hervorgebracht hat, die dann das ganze System infrage stellen.

01:33:35: Das ist ja beim Krebs genauso.

01:33:38: Das wird dann ausgeschieden oder das Leben selbst ... wird sich mit selbst diesen Formen in bestimmten Teilbereichen verabschieden.

01:33:49: Aber wenn der Mensch und seine Zivilisation in Europa verschwindet, da ist ja noch nicht alles zu Ende!

01:33:59: Also ich kann's richtig übertreiben.

01:34:01: Gesetzt im Falle, wir brechen es so weit, dass wir uns alle ausrotten hier.

01:34:06: Dann kann man ja mal gucken wie lange das gedauert hat von den Würmern bis zu uns evolutionär.

01:34:14: und dann kann man gucken, wie viel Zeit uns noch zur Verfügung stände um nochmal vor vorne anzufangen bei den Würmern also jetzt nicht uns sondern dem Leben zur verfügung stünde um aus den Würmann wieder eine bewusstanzfähige Spezies zu machen.

01:34:30: Da stellt man fest,

01:34:32: das

01:34:33: geht ein paar Mal.

01:34:35: Das muss ja nicht beim ersten Schuss gelingen sein, dass wir ein Rohrkrepierer geworden sind durch eigene Schuld.

01:34:42: Selbstverschuldete Unmündigkeit hat das der Kant genannt und dann muss es immer neu losgehen bei dem Würmer oder was da noch übrig ist nach diesem großen Zerstörungsakt, den wir über die Welt gebracht

01:34:54: haben.

01:34:56: Und das ist auch etwas, das du kommen siehst?

01:35:00: Ich kann die Zukunft nicht vorhersehen.

01:35:03: Ich kann nur aus dem, wie es im Augenblick läuft ... ableiten, wie das wahrscheinlich in der nächsten Zeit weiterlaufen wird und ... Das macht mir schon Sorgen ja.

01:35:13: Das eigentlich hab ich noch nie ... das Gefühl gehabt, dass wir so weit weg sind von dem, wo wir eigentlich hinmüssen.

01:35:22: Mhm.

01:35:22: Wo müssen wir hin?

01:35:23: Macht das fest an diesem banalen Umstand, dass ich gedacht habe, dass diese zwei Weltkriege im letzten Jahrhundert gereicht haben.

01:35:30: um allen Menschen klarzumachen, dass das kein Weg ist.

01:35:34: Und jetzt sind wir schon wieder dabei und es rufen sogar schon die ersten Wiederhoher ab.

01:35:40: Das ist schon sehr bedenklich.

01:35:42: D.h.,

01:35:43: wenn Menschen sozusagen mit einmal gefundenen Lösungsansätzen scheitern und dann immer wieder neu versucht wird, mit denselben Lösungen doch noch dort weiterzukommen, haben sie sich hofftungslos verandt oder verwickelt.

01:35:58: Und wenn man so voran und verwickelt ist, kann man sich nicht mehr entfalten.

01:36:02: Dann ist es so wie in dem Hamsterrad, dann tritt man immer zu nur im Kreis rum bis der nächste Krieg kommt.

01:36:08: Und dann wird irgendwann mein Krieg kommen müssen, der so gewaltig ist ... dass entweder nichts mehr überbleibt oder die, die da noch übrig bleiben, endlich verstanden haben, dass das so nicht geht.

01:36:22: Es gibt ja so Endzeittheorien, die auch schon in der Bibel stehen.

01:36:30: Ja, ich glaube das was wir hier besprechen ist auch nichts sehr Intellektuelles.

01:36:34: Das ist ja banal, das kann sich jeder ausrechnen.

01:36:37: Dass es so läuft.

01:36:39: Naja, ich glaub also nicht!

01:36:41: Vielleicht ist es für uns jetzt normal wenn wir darüber sprechen?

01:36:44: Ich glaube aber dass ein Großteil der Menschheitsmasse sich darüber noch keine Gedanken macht.

01:36:50: Ja, das ist etwas anderes... ...das Menschen unter Bedingungen leben wo sie sich abgewöhnen zu denken heißt ja nicht, dass sie nicht in der Lage wären es zu denken.

01:37:03: Also ich kann schon mit Fug und Recht sagen prinzipiell könnte jeder Mensch sich solche Fragen stellen aber in der Praxis unserer gegendartigen Welt ist das Interesse, sich solche Frage zu stellen extrem gering.

01:37:19: Würdest du sagen, es rentiert sich, sich all diese Gedanken übers Leben und über Menschen und über Lebewesen gemacht zu haben so wie du es getan hast?

01:37:30: Nein, das glaube ich nicht.

01:37:32: Das rentiert schon gleich gar nicht.

01:37:34: Ja?

01:37:36: Seitdem man will, dass andere jetzt verkaufen und dann rentiert es sich.

01:37:42: Das was wir hier besprechen ... Wir werden nicht allzu viele Kunden finden.

01:37:47: da gibt es andere Möglichkeiten Geld zu verdienen oder Bücher über andere Themen zu schreiben die dann wirklich sich rentieren.

01:37:56: also rentieren ist das falsche Wort.

01:38:01: Dann könnte man sagen, hat das eine Nutzen?

01:38:05: Und dann ist es für mich immer so, dass es primär erst mal für mich ein Nutzen hat.

01:38:12: Weil ich komme ja mit jedem Gespräch, was ich mit jemandem führe, er auch aus einer anderen Erfahrungswelt kommt und etwas anderes mitbekommt.

01:38:21: Komme ich in eine Situation, wo ich erstes hören muss, was der für Fragen hat.

01:38:27: Das geht in einem Interview nicht so gut, weil die schon irgendwie ... hier sehr dominant meinen Send von mir gebe.

01:38:37: Aber ich schaue dich ja an und ich lerne dann, wie ich es sagen muss damit es versandeln wird.

01:38:46: Und zwar nicht nur von dir sondern auch von denen die uns später mal zuschauen.

01:38:51: Insofern ist der Nutzen einer solchen Erkenntnis dass ich immer besser verstehe wie man andere Menschen einladen, ermutigen und inspirieren kann.

01:39:09: Dass die die Bereitschaft herausbilden dann diesen Horizont-Machmal zu erweitern.

01:39:16: Mehr kann ich nicht.

01:39:19: Weil ich kann es ja nicht verändern.

01:39:20: Ich kann wirklich nur einen Impuls setzen, dass sie Lust kriegen noch mal über irgendwas nachzudenken.

01:39:27: Und wenn Sie das nicht machen, dann ist das eben so.

01:39:30: Dann weiß ich aber auch warum, weil das ist natürlich auch Beklemmerspartenergie ... Und man läuft nicht gefahr in Incoherenzen zu kommen, die man dort durch ... zwangsläufig auslöst.

01:39:45: Dass man anfängt über bestimmte Dinge nachzudenken.

01:39:48: Immer besser das nachzuplappern und was alle anderen dann auch sagen.

01:39:51: Dann passt's schon!

01:39:54: Du bist jetzt seventy-fünf, ne?

01:39:58: Ja.

01:39:59: Wirkst deutlich jünger.

01:40:04: Wenn du zurückschaust auf ... Fünfundsiebzig Jahre hast du einen Schmunzeln im Gesicht und sagst, es

01:40:16: war gut?

01:40:17: Oder gibt's was, wo du sagst ... das würd ich gern ... Nee, das

01:40:21: ist relativ einfach.

01:40:22: Das war alles gut.

01:40:23: Ja.

01:40:23: Ich möchte da auch ... Da war viel Miss dabei.

01:40:27: Da war auch viel Schmerz dabei.

01:40:28: Und das war nicht immer nur Zuckerschlecken.

01:40:31: Und trotzdem würde ich nichts davon missen wollen.

01:40:38: Weil vielleicht ist es gerade die Tatsache, dass sich So oft erleben musste, dass Menschen das was ich gemacht habe nicht so gut gefunden haben.

01:40:49: Das ist vielleicht die Tatsache dafür, dass ich mich darum bemüht habe es besser zu machen und deshalb gehöre ich zu den Menschen, die nicht davon ausgehen, dass wir jemals einen Zustand erreichen wo alles richtig gut passt.

01:41:07: also Ich kann doch auch nur dann glücklich sein wenn ich schon mal erlebt habe wie sich das anfühlt wenn ich unglücklich bin.

01:41:18: Ich muss froh sein, ab und zu mal unglücklich zu sein.

01:41:22: Weil ich erst dadurch lerne was es heißt.

01:41:25: glücklich zu seien ist auch wieder eine Einstellung.

01:41:30: Ich kann die ganze Zeit jammern dass ich nicht immer so glücklich bin.

01:41:40: Ja sehr schönes Gespräch und ich freue mich das wir so ne wunderbare Atmosphäre gefunden haben.

01:41:49: Es ist ein altes Kloster in dem Ort wo ich jetzt lebe mit meiner Frau und der Familie.

01:42:00: Es ist eine wunderschöne Erfahrung, wenn man dann älter geworden ist.

01:42:04: Dass man merkt, dass man vieles ... was ich früher gedacht habe, das ich es brauche nicht mehr brauche.

01:42:14: Das hab ich noch nicht ganz rausgefunden, woran das liegt.

01:42:18: Aber es geht ja bei der Kleidung los und mit dem, was ich so glaube, was sich alles erleben müsste, was sie noch alles machen müsste.

01:42:32: Da war einfach in meinem Leben sehr viel los reicht dann auch erst mal.

01:42:40: Was ich am bedenklichsten finde, ist der Umstand, dass ich nicht mehr gerne in große Städte gehe.

01:42:45: Ja?

01:42:46: Also dieses ... So eine Reise nach Berlin oder nach Köln oder nach Basel oder München macht mich nicht so glücklich!

01:42:56: Ich verstehe die Menschen dort nicht.

01:42:58: Ich weiß auch nicht, wie man das aushalten kann in dieser Enge und diesem ständigen Mehrrumgehetze.

01:43:05: Und diese vielen Reize, die da so auf einen herunterbrasseln weil ich auch nicht, wie man das alles wegstecken kann.

01:43:12: Man muss ja völlig abstumpfen und muss sich innerlich sozusagen halbtot waren, dass man in so einer Atmosphäre, in so eine Umgebung noch einigermaßen am Leben bleibt.

01:43:25: Und das finde ich ... ist auf so einer Gegend, die ich da jetzt hier bewohne, ist das

01:43:34: völlig anders.

01:43:36: Ich kann jederzeit durch die Stadt gehen mit Menschen reden und finde auch genug, aber ich werde mich ständig überfallen.

01:43:48: Und ich hab dieses wunderbare Gefühl jederzeit rauszugeben.

01:43:53: Dann bin ich in der Natur ... dann spüre ich diese Lebendigkeit.

01:44:00: Und dann merke ich, dass es im Leben nicht darum geht, möglichst lange zu leben, sondern möglichst lange lebendig zu bleiben.

01:44:09: Das ist sprachlich auch interessant, das ist nämlich nicht dasselbe.

01:44:15: gibt Menschen die sehr lange leben, aber schon lange nicht mehr lebendig sind.

01:44:22: Danke schön!

01:44:22: Vielen

01:44:23: Dank.

01:44:23: Alles Gute.

01:44:24: Ja ebenso.

01:44:26: Schön dass das auch so geklappt hat.

01:44:27: Wir sitzen am Baum der Erkenntnis auf, wenn man ihn ... wahrscheinlich auf den Kameras gar nicht sieht?

01:44:34: Als Biologe darf ich jetzt sagen, es ist eine wunderbare Kastanie und es geht mir jedes Mal so, wenn ich in Altenbaum sehe, der ist ja viel älter als wir.

01:44:47: Der hat auch viel mehr erlebt.

01:44:49: Und dieses Kloster hier war ja jahrhundertelang ein Nonnenbloster.

01:44:56: Und diese Nonnen haben in dieser Gegend hier, das ist das Verratal, den Wein eingeführt.

01:45:04: Das heißt die haben vorher immer nur Bier getrunken und dann hat

01:45:08: ... Plötzlich aus dem Niveau bekommen?

01:45:09: Weinstöcke!

01:45:10: Dann wurde Wein angebaut und da sind Terrassen angelegt worden.

01:45:15: Und es muss damals irgendwo im Mittelalter, da muss das hier richtig schön warm gewesen sein, also warm genug für einen Anbau.

01:45:24: Vielleicht hatten die auch schon mal so einen Klimawandel.

01:45:30: Und dann ist sie reglausgekommen und hat diese ganzen Weinstücke vernichtet!

01:45:35: So, und dann hat irgendwie ein gluger Mensch gesagt, da müssen wir hier was anderes anbauen wenn der Wein jetzt tot ist?

01:45:43: Der mochte offenbar Süßkirchen.

01:45:46: Dann hat er den ganzen Bauern hier ... Die kriegen am Prämien dafür, wenn sie Süßkarchen angebaut haben.

01:45:51: Dadurch ist ja eine ... Gegend entstanden, ich hab noch nie in meinem Leben so viele Südskirchen gesehen.

01:45:56: Diese ganzen Hänge an der Werra sind im Frühling wenn die Blühen weiss.

01:46:01: Das sieht zauberhaft aus, nennt das immer Kirschblütten-Teil.

01:46:06: und jetzt um diese Zeit sind jetzt also Mitte Juni.

01:46:12: da werden die Kirschen langsam reif.

01:46:15: Ende Juni ist es dann soweit dass sie an jedem Baum hinreichend reif sind.

01:46:21: Dann ... Es ist wieder sehr schön hier Weil diese Kirchen total reich sind, dass sie gar nicht alle gerndet und auch ökonomisch bewirtschaftet werden.

01:46:32: Jetzt haben wir sehr viele echte essbare und wunderbare Kirchsorten, alte Bäume die aber gar nicht mehr ... gepflegt werden, auch nicht mehr abgepflückt werden.

01:46:43: Und die sich dann freuen, wenn ich komme!

01:46:47: Also das war noch mal zum Schluss eine herzliche Einladung.

01:46:49: Schöne Reisetipp noch?

01:46:50: Eine

01:46:51: herzlichen Einladnung, sich hier in diesem Dachateil in Nordhessen ein bisschen umzuschauen.

01:46:56: Ist übrigens ... Das Märchenland.

01:46:58: hier in der Gegend haben die Gepülter Krim bei den Frauen in den Spinnstuben Die Märchen aufgeschrieben.

01:47:10: Vortrag, also die haben mitgehört.

01:47:12: Die haben sich immer diese Märchen erzielen und sie aufgeschrieben.

01:47:18: Das hat dann auch so vorgesehen ... Wir haben hier eine deutsche Märchensstraße.

01:47:22: Es gibt hier Frau Holle-Teich und verschiedene Gebäude meistens alte Burgen, die noch einen Bezug haben zu den Märchen.

01:47:37: Also da wo das so zugewachsen war, ich weiß nicht, wie ist das?

01:47:44: Mhm.

01:47:46: Ja, ich weiß ... Also, ich bringe jetzt in den

01:47:49: Auge.

01:47:49: Nein, ich genieße das!

01:47:51: Ich genießt es.

01:47:54: Geht man so lang und hat auf einmal das Gefühl, man steht vor so einem verwunschenen Märchenschloss?

01:48:00: Mhm.

01:48:04: Okay, vielleicht sehen wir uns mal irgendwann hier

01:48:06: im letzten

01:48:07: Hause.

01:48:08: Und allen die uns hier zugehört haben und zugeschaut haben eine gute Zeit und pass gut aufeinander auf.

01:48:18: Tschüss.

Über diesen Podcast

Fahrtenbuch - der Podcast - ist von und für echte Macher! Menschen, die sich mit dem Status quo nicht zufrieden geben und einfach mehr aus sich machen. Tobis „Fahrtenbuch“ ist wie ein Logbuch auf deinem Weg zum Erfolg, ein Tagebuch voller Expertenwissen, ein Podcast von und für unterwegs. Freu dich auf außergewöhnliche Persönlichkeiten, Mentoren, Experten und Unternehmer, die dich begleiten. Freu dich auf ansteckend gute Laune, auf´s Mäuschen spielen in Tobis eigenen Coachings und hab Spaß am Dazulernen. Danke, dass wir uns gemeinsam auf den Weg machen und Wissen tanken.
Dein Tobi

von und mit Tobias Schmidt

Abonnieren

Follow us